(openPR) In der Schweiz konnte im Juni ein weiterer Job-Zuwachs verzeichnet werden. Die Arbeitslosenquote sank auf den tiefsten Stand seit 2002. Allerdings sind dafür vor allem saisonale Effekte; ohne ihren Einfluss würde der Arbeitsmarkt stagnieren. Die Arbeitslosigkeit wird wohl angesichts des abschwächenden Wirtschaftswachstums kaum weiter sinken, berichtet der Schweizer „Tagesanzeiger“. Knapp 91.500 Menschen waren Ende Juni bei den Schweizer Arbeitsämtern arbeitslos gemeldet. Damit sind 3,9 Prozent weniger Menschen ohne Job als im Mai, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) mit. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zu Mai von 2,4 auf 2,3 Prozent. So tief lag die Quote zuletzt vor sechs Jahren. Bereinigt man sie um saisonale Einflüsse, verharrt sie aber bei 2,5 Prozent. Saisonfaktoren sind im Sommer die Mehrarbeit im Baugewerbe oder der Tourismus- und Gaststättenbranche. Dort wird bei schönem Wetter mehr gearbeitet, was für höheren Bedarf an Arbeitskräften sorgt. Besonders stark ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit in Tourismuskantonen wie Graubünden und Wallis.
Die Arbeitslosenquote in der Schweiz hat damit nach Einschätzung von Serge Gaillard, dem Leiter der Direktion für Arbeit im Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), den tiefsten Stand des Jahres erreicht. Eventuell könnte man nach Meinung Gaillards auch am Tiefstand des Aufschwungs angekommen sein. Die Arbeitslosenzahlen dürften in der zweiten Jahreshälfte wieder ansteigen. Bisher hatte der wirtschaftliche Aufschwung für einen kontinuierlichen Rückgang der Arbeitslosenzahlen gesorgt. In Teilen der Industrie, etwa der Export- und der Finanzbranche, sei die Arbeitslosigkeit fast nicht mehr gesunken, sagte Gaillard. Erfreulich ist hingegen, dass die Jugendarbeitslosigkeit im Juni weiter gesenkt werden konnte. Im Alter von 15 bis 24 Jahren waren 13.170 Personen weniger ohne Job als im Vormonat. Die Quote lag bei 2,4 Prozent.
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