(openPR) Tansania/Yaeda Tal: Nur wenige Monate nach dem sich die arabische UAE Safari Ltd. aus ihrem Projekt, im Hadzabe Stammesland ein Safari Jagdrevier zu errichten, auf Grund internationalem Druck zurückgezogen hat, droht nun neues Unheil für das Yaeda Tal und die darin lebenden Hadzabe.
Jetzt soll Gold im Yaeda Tal gefunden worden sein und ganze Horden von Menschen strömen in das Gebiet um Minen Aktivitäten zu beginnen. Ohne sofortiges Einschreiten würde das die Auslöschung für die Hadzabe bedeuten! Der Leiter der Lutheranischen Diözese von Mbulu, Lazaro Rohho, bestätigte, dass viele Fahrzeuge ohne ersichtliche Mission in das Gebiet fahren. Auch Hadzabe berichten, dass das Gebiet voll mit Fahrzeugen ist, die ungewöhnliches Equipment mit sich führen wie z.B. große Bohrmaschinen. Sie bohren und graben und fahren dann mit Säcken voller Erde und Steine weg. Wenige Tage später seien sie wieder da. Die Teams würden sich als Geologen ausgeben. Im Besucherbuch des Mbulu Distriktes hat sich eines von diesen Teams eingetragen: Famida Rajab ein Geologe, Zelothe Lazarus Ayoub, der Fahrer, und Graham Kazimoto, ein Assistent.
Eine Frau, die Botengänge für eines der Geologen Teams gemacht hatte, erzählt, dass die zwei Männer und zwei Frauen für die Green Hills Mining Limited gearbeitet haben. In einem Telefonat mit der Arusha Times beantwortete Philip Marmo, Mitglied des Parlaments in Tansania, die Frage des Journalisten mit einer Gegenfrage: „Was genau ist es, dass Sie denken, dass es Mineralien im Yaeda Tal geben soll?“ Der gleiche Abgeordnete war bereits bei dem geplanten Deal mit der UAE Safari Ltd. aufgefallen. Sein Statement damals: „Die Hadzabe seien rückständig“. Des Weiteren hatte er damals davon gesprochen, dass die Tanzania UAE Safari Ltd. Schulen, Häuser und Straßen als „Entschädigung“ für die Hadzabe bauen würde!
Ein alter Hadzabe, Magandula Kizali, ist besorgt über diese neue Entwicklung und sagte: „Wenn die Minenarbeiten beginnen, dann werden sie uns von hier vertreiben.“
Das Volk der Hadzabe (Bedeutung: wir Menschen) ist eines der letzten Jäger- und Sammlervölker Ostafrikas. Es besteht aus 800 bis 1200 Mitgliedern und gliedert sich in mehrere Familienverbände auf, die in der Region um den tansanischen Eyasi-See siedeln. Sie leben in kleinen Verwandtschaftsverbänden von 20 bis 50 Mitgliedern und lassen sich an fruchtbaren Stellen ihres Stammeslandes nieder. Wenn die Ressourcen weniger ergiebig sind, wandern sie weiter und bauen an anderer Stelle in ihrem Gebiet die igluförmigen Grashäuser auf. Für die Beschaffung von Bau- und Jagdmaterialien sind die Frauen des Stammes zuständig. Sie sorgen auch für die nicht tierischen Nahrungsmittel wie beispielsweise Beeren, Knollen, Wurzeln und Honig. Die Männer gehen mit Giftpfeilen und Bogen auf die Jagd, um den tierischen Anteil der Nahrung zu decken. Die Ergiebigkeit des Jagdgebietes hat sich in den letzten Jahren jedoch zunehmend verringert, denn nun siedeln auch Farmer in ihrem Stammesland, so dass die Wasser- und Wildtiervorräte sowie die Siedlungsplätze stark geschrumpft sind.
Weitere Informationen wie Artikel und Videos über die Hadzabe finden Sie unter: http://www.naturvolker.org












