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Vier Mönche aus dem Kloster Bheri festgenommen

06.07.200823:30 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Zuverlässigen Quellen zufolge wurden am 24. Juni vier Mönche des Klosters Bheri im Bezirk Kardze willkürlich festgenommen, weil sie angeblich die Klostermauern mit Slogans für die tibetische Unabhängigkeit bemalt hätten. Der 29jährige Kalsang Yeshi und der 30jährige Tashi Dhondup hatten bereits am 13. und 14. Juni die Aufmerksamkeit der chinesischen Behörden auf sich gezogen, als sie sich der „patriotischen Erziehungskampagne“ widersetzten, bei der von den Mönchen verlangt wird, Seine Heiligkeit den Dalai Lama zu schmähen. Bevor sie sie verhafteten, durchsuchten die Sicherheitskräfte die Quartiere der Mönche.



Am gleichen Tag wurden zwei weitere Mönche dieses Klosters verhaftet. Dem 41jährigen Gatruk Dorje und dem 39jährigen Wangchuk Dorje wird vorgeworfen, auf der Bheri Brücke, die nahe dem Kloster über den Zachu (Mekong) führt, ein Feuer gelegt zu haben. Die Atmosphäre im Kloster ist angespannt und bedrückend.

In unserer Pressemitteilung vom 2. Juni hatten wir über die Freilassung einiger Mönche und Nonnen der Klöster Ganden Choekhor und Shar Bhumpa, die sich im Kreis Phenpo Lhundrup, Stadt Lhasa, befinden, berichtet. Sie durften in ihre Klöster zurückkehren, nachdem sich die ortsansässige Bevölkerung für sie eingesetzt hatte. Die chinesischen Behörden untersagten jedoch anderen Nonnen desselben Klosters die Rückkehr nach ihrer Freilassung und befahlen ihnen statt dessen, sich nach Hause zu begeben.

Von den Mönchen des Klosters Sakya Nalanda im Kreis Phenpo Lhundrup, die im April verhaftet worden waren, sind kürzlich zwei freigelassen worden. Einer der beiden Mönche kann nur mit seinem Pseudonym-Namen Monpa identifiziert werden. Beide Mönche sind aufgrund der massiven Schläge, denen sie in der Haft ausgesetzt waren, nun körperlich behindert. Sie sagten, daß Autoreifen um ihren Hals gelegt wurden und sie mit dieser Last auf den Schultern auf Kieselsteinen knien mußten, während die Gefängniswachen auf sie einschlugen. Einige Nonnen des Klosters Phende, die inzwischen freigelassen wurden, haben über eine ähnliche Art der Mißhandlung berichtet. Auch diese Nonnen seien nun teilweise behindert, hieß es aus einer Quelle.

Angesichts der kritischen Situation in Tibet appellieren wir an die Vereinten Nationen und die internationale Gemeinschaft, sich dringend unserer folgenden Forderungen anzunehmen:
1) unverzüglich unabhängige Untersuchungskommissionen nach Tibet zu entsenden;
2) unverzüglich der freien Presse Zugang zu ganz Tibet zu gewähren;
3) unverzüglich dem brutalen Morden in ganz Tibet ein Ende zu setzen;
4) unverzüglich für die sofortige Freilassung aller festgenommenen und verhafteten Tibeter zu sorgen;
5) unverzüglich die medizinische Versorgung der verletzten Tibeter zu ermöglichen;
6) die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit der Menschen und ihren Zugang zu lebensnotwendigen Gütern sicherzustellen.

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