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Negative Prognose für den Pharmastandort Deutschland in 2003

01.01.200410:00 UhrVereine & Verbände

(openPR) Scheuble: Rot-grüner Aktionismus führt zu Stellenabbau, Umsatzrückgang und Forschungsverlagerungen

Berlin (VFA). .Die Gesundheitspolitik der Bundesregierung schadet dem medizinischen Fortschritt in Deutschland. Im blinden Aktionismus der Kostendämpfung verfallen, treibt sie das Gesundheitswesen weiter und immer tiefer in die Krise und gefährdet gleichzeitig den Pharmastandort Deutschland., kritisierte der Vorstandsvorsitzende des Verbandes For- schender Arzneimittelhersteller (VFA), Prof. Dr. Bernhard Scheuble, heu- te in Berlin die geplanten massiven Einschnitte im Arzneimittelbereich. Mit einem Zwangsrabatt, einem Preisstopp und Festbeträgen für patentge- schützte Arzneimittel sollen die forschenden Arzneimittelhersteller nach den Regierungsplänen gleich dreifach belastet werden.



Diese Politik der rot-grünen Koalition, so Scheuble, bremse Investitionen und Innovationen in Deutschland aus. Die Konsequenz dieser verfehlten Gesundheitspolitik zeige die Prognose für das Jahr 2003 auf, die traditio- nell zum Jahresende bei den VFA-Mitgliedsunternehmen erhoben werde: .Noch nie waren die Prognosen so negativ wie in diesem Jahr.. Zum ers- ten Mal seit 1996 plant eine weit überwiegende Mehrheit der Unterneh- men (82,1 Prozent) den Abbau von Arbeitsplätzen. Die Möglichkeit, zu- sätzliche Arbeitsplätze zu schaffen, sehen nur noch 7,1 Prozent der Un- ternehmen - so wenig wie nie zuvor.

Mehr als die Hälfte der Unternehmen (53,6 Prozent) erwartet, dass 2003 ihre Umsätze in Deutschland zurückgehen. 7,1 Prozent gehen von einer Stagnation aus. Nur 28,6 Prozent rechnen allenfalls mit einer geringfü- gigen Steigerung. Für das Jahr 2002 hatten noch fast 70 Prozent eine Umsatzsteigerung einkalkuliert.

Ein wesentlicher Grund für die gedämpften Umsatzerwartungen im nächsten Jahr ist die Aussicht auf weiter sinkende Preise ohne steigende Absatzchancen., erläuterte der VFA-Vorstandsvorsitzende. Fast 80 Pro- zent der befragten VFA-Mitgliedsfirmen (78,6 Prozent) rechnen mit rückläufigen Preisen, die meisten Unternehmen stellen sich sogar auf deutliche Preissenkungen ein.

Scheuble: .Die Regierungspläne, die Marktpreisbildung auch bei patent- geschützten Innovationen außer Kraft zu setzen, behindert die Erfor- schung und Entwicklung neuer Wirkstoffe in Deutschland.. Die geplan- ten Festbeträge und die angekündigte zusätzliche Kosten-Nutzen-Prü- fung dieser Arzneimittel seien Beleg für die Diskriminierung von Inno- vationen. .Der für unsere Branche essentielle Patentschutz wird entwer- tet und zugleich die Versorgung der Patienten erneut verschlechtert..

Die Konsequenz dieser Pläne: Fast die Hälfte der Unternehmen (48,1 Prozent) beabsichtigt, im nächsten Jahr die Aufwendungen für For- schung und Entwicklung (FuE) in Deutschland zurückzufahren. Ein wei- teres Viertel (25,9 Prozent) plant, die FuE-Aufwendungen einzufrieren. Im Vorjahr rechneten noch über 40 Prozent mit einer Erhöhung. .Damit wird sich der Wettbewerb der Forschungsstandorte weiter zu ungunsten Deutschlands verschieben., prognostizierte der VFA-Vorsitzende. Denn die Tendenz, die FuE-Ausgaben im Ausland zu erhöhen, ist bei den VFA-Mitgliedsunternehmen ungebrochen: drei Viertel (76,0 Prozent) der Unternehmen äußerten diese Absicht für das Jahr 2003.

Scheubles Fazit: .Das Vorschaltgesetz der Bundesregierung ist ein In- novations-Behinderungs-Programm, ein Investitions-Stopp-Programm und ein Arbeitsplatz-Abbau-Programm.. Der VFA-Vorstandsvor- sitzende forderte einen grundlegenden Systemwechsel, statt die allein auf Kostendämpfung ausgerichtete Gesundheitspolitik weiter fortzuset- zen. Eine durchgreifende und nachhaltige Strukturreform müsse eine neue Balance von Solidarität einerseits und Selbstbestimmung sowie Eigenverantwortung des Versicherten andererseits schaffen. .Eine sozial flankierte Einführung und Stärkung marktwirtschaftlicher Strukturen wird die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems steigern und die Qualität der Versorgung für die Patienten erhöhen., bekräftigte Scheuble.

Ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen wird nur mit einer Förderung des Wettbewerbs und einer Neugestaltung des solidarischen Ausgleichs funktionieren. Dann besteht die Chance, dass die Frage nach der besten Therapie und nicht allein die Frage nach deren Finanzierbarkeit wieder im Vordergrund steht., so der VFA-Vorstandsvorsitzende abschließend.

Zu diesem Thema gibt es im VFA-Internetangebot die ogs-Grafik .Prognose 2003. von .news aktuell. zum kostenlosen Abdruck unter www.vfa.de/images/679.jpg (in Farbe) oder in Schwarz-Weiß unter www.vfa.de/images/680.jpg

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