(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Am Donnerstagabend setzten die Rohölpreise nach einer kurzen Abwärtskorrektur zu Beginn des NYMEX-Paketthandel ihre Aufwärtsbewegung unter Schwankungen wieder fort. Bereits gegen 18 Uhr lagen diese dann im kritischen Bereich der oberen Begrenzungslinien der charttechnischen Rechteck-Formation bei 138 Dollar pro Barrel für NYMEX-Rohöl und 1250 Dollar pro Tonne für ICE-Gasöl. Grund sind insbesondere Inflations- und Wachstumsängste, aber auch die starken Einbußen bei Aktien und Dollar, die das Anlagekapital in die Öltermin-Märkte fliesen lassen. Für zusätzlichen Auftrieb neben der Technik sorgten wiederum Äußerungen des OPEC- Präsidenten, dass der Ölpreis im Sommer 170 Dollar pro Barrel Werte erreichen könnte, sowie die Drohung von offizieller libyscher Seite, dass einige OPEC-Länder auch über Output-Kürzungen nachdenken könnten als Reaktion auf Drohungen aus Washington gegen Förderländer.
Während in Europa der Handel ruhte stiegen die Notierungen in den USA weiter und erreichten ein erstes neues Allzeithoch nach einem Anstieg von mehr als 5 Dollar bei über 140 Dollar. Doch damit war das Ende noch lang nicht erreicht. Bis zum frühen Nachmittag stiegen die Notierungen weiter an und pendelten dann bis zum Redaktionsschluss um die 142 Dollarmarke. Begründet wird der jüngste Anstieg mit globalen Sorgen um die Wirtschaftsentwicklung. Dadurch fielen die Aktien auf 3-Monatstiefs und lenkten die Ströme des Anlagekapitals in den Ölsektor, wovon man sich eine Absicherung gegen Inflation und schwachen Dollar erhofft.
Bleibt abzuwarten, wie nachhaltig das derzeitige Hoch ausfällt. Fakt ist, dass die wochenlange Achterbahnfahrt der Rohölpreise nun ein plötzliches Ende gefunden hat.
Nachdem sich die Heizölpreise in dieser Woche zunächst eher zaghaft, ab Mitte der Woche dann deutlicher abwärts bewegten, geht es heute mit einem großen Sprung wieder nach oben. Der durch BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau erfasste Bundesdurchschnittspreis für eine 3.000 Literpartie Heizöl EL, inkl. MwSt., kletterte gegenüber Vortag um rund 1,80 Euro und landete bei knapp 95,30 Euro pro 100 Liter. Damit schmolz aber auch die Differenz zum letzten Jahreshoch von vor drei Wochen auf gut 1,50 Euro.
Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten.
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