(openPR) (Hamburg, 25. Juni 2008) Promi-Statements der Ausgabe Juli/August 2008 des U_mag - dem Magazin der Popkultur und Gegenwart.
JUDITH HOLOFERNES: Kritik an den Kritikern
"Ich finde es sehr schade, dass es in Deutschland ungewöhnlich skeptisch betrachtet wird, wenn man sich für Dinge einsetzt", klagt Sängerin Judith Holofernes (31). In einem Interview mit der Zeitschrift U_mag kritisiert die Wir-Sind-Helden-Frontfrau den Umgang mit politischem Engagement: "Leuten, die sich einsetzen, wird unterstellt, dass sie entweder freudlose Entsagungskünstler oder aber selbstverliebte Egozentriker sind." Das sei nicht besonders nützlich - und führe dazu, dass ihre Band inzwischen darauf achten müsse, sich nicht zu stark zu engagieren. "Man muss versuchen, sich in solchen Dingen nicht zu inflationieren", so Holofernes. "Unsere Lösung ist die: eher kleinteilig arbeiten und sozusagen ein leichtes Florett führen." In ihren Songtexten üben Wir Sind Helden Konsum- und Globalisierungskritik; Ende August spielt die Band im Rahmen der Klimatour Sonne, Wind und Wir der Heinrich-Böll-Stiftung.
Quelle: U_mag, Ausgabe 08/08
Das komplette Interview: www.umagazine.de/stories.php?ID=45018
ALEXANDRA MARIA LARA: "Die Filmwelt hat etwas Aufgeblasenes"
Schauspielerin Alexandra Maria Lara mag ihre Arbeit, doch die 28-Jährige betrachtet ihren Beruf durchaus kritisch, wie sie in einem Interview mit der Zeitschrift U_mag verriet. "Die Filmwelt hat etwas Aufgeblasenes", sagt sie. "Ich bin an diesem Abend der Star, aber das ist am nächsten Morgen vorbei - oder schon am selben Abend, wenn ich in meine Wohnung komme und mir die Füße von den hochhackigen Schuhen wehtun. Und das ist auch gut so." Obwohl der Schauspielerin, die mit dem Erfolgsfilm "Der Untergang" zum Star wurde, seit Jahren das Image der netten, rehäugigen Schönheit anhängt, denkt sie nicht daran, sich zu ändern: "Wenn ich auf andere Menschen treffe, versuche ich mich so zu verhalten, wie ich bin. Was die Leute dann draus machen, sollen sie halt draus machen." Man könne, so die Berlinerin, die Erwartungen aller sowieso nie erfüllen: "Wenn 80 Prozent dich richtig interpretieren, sind da immer noch die 20 Prozent, die dich missverstehen." Alexandra Maria Laras neuer Film "Jugend ohne Jugend" startet am 10. Juli.
Quelle: U_mag, Ausgabe 08/08
ARMISTEAD MAUPIN: Ohne Schwule keine Hollywoodfilme
"Es ist wichtig zu zeigen, dass Schwulsein keine Schande ist", sagt Armistead Maupin, Autor der weltberühmten Buchserie "Stadtgeschichten". Im Interview mit der Zeitschrift U_mag spricht der 64-jährige Schriftsteller und Drehbuchautor von einer generellen Outing-Verpflichtung für homosexuelle Stars, um den Diskriminierungsversuchen der US-Konservativen etwas entgegenzusetzen: "Ich kenne so unglaublich viele Promischwule, die nicht geoutet sind. Ganz Hollywood ist voll davon", behauptet Maupin. "Sie haben Angst, nach ihrem Outing keine Rollen mehr angeboten zu bekommen - aber Hollywood hätte gar nicht genug Schauspieler, um alle Filme ohne Schwule zu besetzen." Soeben ist mit "Michael Tolliver lebt" der siebte Teil der "Stadtgeschichten" erschienen.
Quelle: U_mag, Ausgabe 08/08
ALBERT HAMMOND JR: Keine Trennung von den Strokes
"Die Strokes sind meine Freunde, ich liebe es, mit ihnen Platten zu machen und um die Welt zu ziehen", betont Strokes-Gitarrist Albert Hammond Jr. (28) in einem Interview mit der Zeitschrift U_mag. Trotz großer Erfolge als Solokünstler plant er nicht, die Band zu verlassen: "Momentan ist es für mich unvorstellbar, die Band zugunsten der Solokarriere aufzugeben." Soeben ist mit "Cómo te llama?" das zweite Soloalbum des New Yorkers erschienen, mit einer neuen Platte der Strokes ist hingegen nicht vor Mitte 2009 zu rechnen.
Quelle: U_mag, Ausgabe 08/08
THOMAS D und CLUESO: Es lebe der Fehler!
Bei einer gemeinsamen Fotosession für die Zeitschrift U_mag diskutierte HipHop-Veteran Thomas D von den Fantastischen Vier mit dem Shootingstar des Deutschpop Clueso über Fehler und ihre Folgen - und kam dabei zu erstaunlichen Einsichten. "Meine blöden Ratschläge von einst sind doch heute gar nichts mehr wert", sieht Thomas D inzwischen ein, gewinnt dem Ganzen aber auch positive Seiten ab: "Was für mich wie ein Fehler aussieht, ist vielleicht gar keiner mehr, und dann bin ich es, der in dem Moment lernt." Clueso, Zweiter beim letzten Bundesvision-Song-Contest, findet ebenfalls Gutes an dem, was schiefgeht: "Fehler sind einprogrammiert", sagt er, "Ich denke, keiner will keine Fehler machen." Thomas D veröffentlicht im September sein drittes Soloalbum "Kennzeichen D", Clueso stieg mit seinem aktuellen Album "So sehr dabei" von null auf drei in die Charts ein.
Quelle: U_mag, Ausgabe 08/08
Fotostrecke mit Thomas D und Clueso: www.umagazine.de/artikel.php?ID=41808
Schauspielrüpel BIROL ÜNEL: "Ich bin ein höflicher Mensch."
Mit seiner Hauptrolle in Fatih Akins "Gegen die Wand" wurde Birol Ünel (46) berühmt - und berüchtigt. In Interviews entpuppte sich der Schauspieler nämlich als unzuverlässig, unfreundlich und schwierig. "Eine Zeit lang hat es mich aufgeregt, dass man immer so viel Scheiße über mich erzählt", sagt Ünel nun in einem Gespräch mit der Zeitschrift U_mag. "Ich bin immer noch ein höflicher Mensch. Aber klar: Die Medien versuchen immer, Unfug zu verbreiten. Mittlerweile schmunzele ich darüber." Trotzdem verstehe er Kollegen nicht, die sich ausschließlich in der Kunstwelt der Medien bewegen. "Eine Hure ist eine Hure ist eine Hure ist eine Hure", zitiert er Charles Baudelaire. "Aber gerade junge Darsteller müssen das wohl erst noch begreifen." Ab dem 24. Juli ist Birol Ünel in Bernd Böhlichs Drama "Der Mond und andere Liebhaber" im Kino zu sehen.
Quelle: U_mag, Ausgabe 08/08
Das komplette Interview: www.umagazine.de/stories.php?ID=45022
FRANK DARIUS: Der Garten im Menschen
Sein aktuelles Fotobuch trägt den Titel "Willkommen im Garten", aber mit traditioneller Blümchenfotografie kann der Berliner Fotograf Frank Darius nichts anfangen. Stattdessen zeigt der 45-Jährige Stadtlandschaften, vereinzelte Menschen, selten Bäume oder Sträucher. "Ich wohne im Prenzlauer Berg, und hier gibt es eigentlich keine Parks", sagte Darius der Zeitschrift U_mag. "Es gibt den Mauerpark, das ist eigentlich ein schrecklicher Antipark, aber was Menschen an gut besuchten Tagen daraus machen - das ein ganz anderer Umgang mit Garten." Der Garten ist für ihn mehr ein metaphorischer Rückzugsraum, der im Menschen selbst angelegt ist. "Wenn ich eine Pflanze fotografiere, dann interessiert mich die Botanik am allerwenigsten. Motiventscheidend ist eher der Moment, bevor sich das eigene Gefühl darüber legt."
Quelle: U_mag, Ausgabe 08/08













