(openPR) Die Politiker in Berlin reden ständig vom Klimaschutz - und trotzdem wurden vor den Toren Hamburgs über 100 Jahre alte Eichen, offenbar mit staatlicher Genehmigung, rücksichtslos abgeholzt! Die Rodung des Waldes in der "Wentorfer Lohe" bei Hamburg stößt auf immer mehr Empörung und Unverständnis bei den Bürgern. Wieso dürfen alte Bäume einfach so abgeholzt werden? "Klimaschutz" - alles nur leeres Gerede?
Die Wentorfer/Wohltorfer Lohe, ehemaliges Truppenübungsgelände, steht in der Nachrückerliste für das Programm Nationales Naturerbe. Dieses sieht die Übertragung bundeseigener Flächen in Länderbesitz zu Händen der Naturschutzstiftungen vor. Eine Übergabe würde den Status als Naherholungsgebiet auf Dauer sicherstellen, ein Zeitpunkt ist allerdings noch nicht festgelegt. Die Monaten laufenden Fällarbeiten haben jedoch Naturschützer und Erholungssuchende alarmiert. Wurde zunächst von der Forstbehörde glaubhaft versichert, es würde nur eine Pflegemaßnahme stattfinden, so wurde bald klar, dass hier eher von einem schnellen Ausräumen kurz vor der Übergabe die Rede sein musste.
Nicht nur Erholungssuchende, auch der Naturschutzwart und Kreistagsabgeordnete der Grünen, Klaus Tormählen, sowie der Lohe-Anlieger Sören Kuhrt, beide aus Börnsen, waren empört. Handlungsbedarf war angezeigt. Recherchen beim Bundesamt für Naturschutz ergaben, dass die Fällaktion nicht rechtens war. Es existiert nämlich ein Abkommen zwischen Naturschutzamt und der Bundes-Vermögensabteilung, dass eine Entwertung der zukünftigen Naturerbe-Flächen durch kommerzielle Baumentnahme ausgeschlossen wird. Die Bundesbehörde verfügte nach der Inkenntnissetzung durch den Naturschutzwart einen Stopp der Baumfällung. Versprochen wurde, nur noch "verkehrsgefährdende" Bäume zu beseitigen.
Unter dem Deckmantel der "Verkehrssicherung" wurden in der Wentorfer Lohe bei Hamburg hunderte alte Buchen und Eichen gefällt - und das mit offenbar staatlicher Genehmigung! Wie kann das angehen?
Die Politiker in Berlin ständig reden vom Klimaschutz - Glühbirnen sollen verboten werden, Frau Merkel verspricht jährlich 500 Milionen Euro (aus Steuergeldern natürlich!) zur Rettung des Regenwaldes in Südamerika - und dann wird im eigenen Land, in der Wentorfer Lohe bei Hamburg, ein ganzer Wald rücksichtslos abgeholzt! Der Waldskandal in der Wentorfer Lohe hat bereits bundesweit bei Umweltschützern und Bürgern für Empörung gesorgt!
Weitere Informationen zum Wald-Skandal in der Wentorfer Lohe finden Sie unter:
www.bilderblog.org/2008/02/11/wald-skandal-in-der-wentorfer-lohe-bei-hamburg/
www.gruene-kv-lauenburg.de/40257.0.html
www.geo.de/GEO/natur/oekologie/56791.html













