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Stress macht die Menschen böse

Bild: Stress macht die Menschen böse
Prof. Dr. Gunter Dueck bei seinem Vortrag bei der Staufen AG
Prof. Dr. Gunter Dueck bei seinem Vortrag bei der Staufen AG

(openPR) Prof. Dr. Gunter Dueck plädiert für eine neue ökonomische Vernunft

„Stress macht die Menschen böse“, brachte es Prof. Dr. Gunter Dueck in seinem Vortrag „Abschied vom Homo Oeconomicus“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Management. Idee und Gestalt“ bei der Staufen AG auf den Punkt. Trotz des EM-Viertelfinales mit deutscher Beteiligung waren am 19. Juni insgesamt mehr als 50 interessierte Unternehmer und Führungskräfte ins Schloss Köngen gekommen und lernten dort, dass der Stress alle gesellschaftlichen Bereiche beeinflusst. Eben nicht nur die Wirtschaft, sondern beispielsweise auch ein Fußballspiel.



Waren die 50er und 60er Jahre noch eher von Zuversicht und Zufriedenheit geprägt, so haben sich die damaligen Werte heute ins Gegenteil verkehrt. Galt vor 45 Jahren beispielsweise Ehrgeiz als anrüchig, wird heute jemand, der nicht ehrgeizig ist, schnell als „Looser“ abgestempelt. Und gibt es einmal Probleme, sucht man nicht lang nach den Ursachen, sondern präsentiert vermeintliche Lösungen. Das gilt für die Familie ebenso wie für das Unternehmen. Ob nun das Kind nicht so „funktioniert“ oder der Vertrieb, in beiden Fällen neigt die derzeitige Gesellschaft dazu, Druck auszuüben, externe Hilfe in Form von Nachhilfe oder Schulungen anzufordern oder gar Ärzte oder Psychologen einzuschalten. Das Ergebnis sei Stress, der nicht zur gewünschten Problemlösung führt, so Prof. Dr. Gunter Dueck in seinem Vortrag. Für ihn existiert deswegen der rational handelnde Homo Oeconomicus gar nicht, und auch die wirtschaftlichen Gesetze funktionierten allenfalls phasenweise. Je nachdem, ob Aufbruchsstimmung herrscht und die Wirtschaft im Aufschwung ist, oder ob die Entwicklung eher krisenhaft ist. Er verglich diese Entwicklung mit dem Tierreich: Vermehren sich beispielsweise Hasen in fetten Jahren, so steigt kurz darauf auch die Fuchspopulation rapide an. Sind die Hasen dann mehrheitlich gefressen, beginnt auch das Hauen und Stechen zwischen den Füchsen. Das bedeutet Stress und auch die Fuchspopulation bricht zusammen. Dueck zog hier Parallelen zur realen wirtschaftlichen Entwicklung. So wurden beispielsweise vor dem Jahrtausendwechsel bei seinem Arbeitgeber IBM massenhaft IT-Fachleute und -Berater eingestellt, die dazu beitragen sollten, den Jahrtausend-Crash zu verhindern. Auf seinen Einwand, dass das keinen Sinn mache, weil man für diese Leute schon im Januar 2000 keine Arbeit mehr hätte, bekam er die Antwort, „man müsse dieses Geschäft doch mitnehmen“. Die tatsächliche Entwicklung ist bekannt: Der Jahrtausend-Crash blieb aus, und die gesamte IT-Branche hatte plötzlich personelle Überhänge.

Auch für die Gegenwart erkennt Dueck problematische Entwicklungen. So gelte das alte Gesetzt vom Preis, der Angebot und Nachfrage regelt, längst nicht mehr. Es tue sich vielmehr eine Schere zwischen vermeintlich hochwertigen und teuren Angeboten und den absoluten Billigangeboten auf. Das gelte nicht nur für die Wirtschaft, wo auf der einen Seite Luxusanbieter wie Chanel oder Gucci und auf der anderen Seite Discounter wie Aldi oder Billigklamotten von H & M dominierten, sondern auch für die Gesellschaft. Hartz IV-Empfängern stehen Spitzenleute gegenüber, die immer besser werden müssen, um ihre Position auszubauen beziehungsweise für ein zweistelliges Unternehmenswachstum zu sorgen. Auf der anderen Seite steigt der Druck auf die Preise enorm an, weil die Kaufkraft schwindet, so dass die Gefahr des „Crash“ immer größer wird. Doch Dueck hatte auch eine Lösung parat. Die lautet schlichtweg: „Mehr Gelassenheit!“. Eben nicht auf jeden Zeitgeist setzen und jeden Trend mitmachen, sondern diese Trends kritisch durchleuchten und sich gegebenenfalls auch mal widersetzen. So stellte er sich beispielsweise die Frage, ob man als etablierter und gut verdienender Luxushersteller unbedingt zweistellig wachsen oder als Porsche VW übernehmen muss, wenn es sich in der Nische doch sehr gut leben lässt. Das gilt seiner Meinung nach ebenso für die „Geiz ist geil“-Mentalität, die nur dazu führe, das letzten Endes weitere Arbeitskräfte verloren gehen und die Kaufkraft noch mehr schwindet.

Auf den Fußball übertragen hieß das für ihn, nicht nur auf die Stars wie Ballack & Co. zu schauen, sondern auch den Mittelbau zu erhalten: All die Spieler, die eben nicht ganz oben oder ganz unten stehen, aber dafür sorgen, dass das ganze System funktionieren kann. Die Unternehmer und Führungskräfte, die an diesem Abend ins Schloss Köngen gekommen waren, erhielten durch Duecks Thesen viel Stoff zum Nachdenken. Denn so mancher erkannte durchaus Belege für diese Thesen im eigenen Unternehmen. Und so gab es im Anschluss zum Vortrag so manche angeregte Diskussion – zumindest bis zum Anpfiff des Fußballspiels.

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