(openPR) Altenschlirf, ein 480-Seelen-Dorf am Vogelsberg, ist drei Tage lang der „Nabel der Welt“ – zumindest für Liebhaber von Traktor-Rennen. Und davon gibt es eine ganze Menge: Nationale und internationale Teams treffen sich vom 11. bis zum 13. Juli 2008 mit ihren Traktoren zur „24-Stunden-Vulkan-Trophy“ auf dem 4,5 Kilometer-Kurs aus Asphalt, Schotter und Feldwegen. Für einige Teams heißt das Ziel einfach nur „Durchhalten“. Andere hat das Rennfieber gepackt: Sie schaffen auf hochgerüsteten Renn-Traktoren in 24 Stunden rund 1.000 Kilometer!
Mensch und Maschine gehen in dem 24-Stunden-Rennen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. „Nach einigen Stunden haben wir auf der Strecke ein paar Ersatzteile aufgesammelt und so mancher Fahrer klagte über Schmerzen im Bereich der Sitzfläche“, erinnert sich Erich Rahn, der Vorsitzende des 1. Oldtimer Racing Clubs Vogelsberg, an die Wettfahrt im Jahr 2007. „Aber insgesamt gesehen war es Spaß und ein unvergessenes Erlebnis für die Traktor-Teams, für unsere Helfer und für die rund 5.000 Besucher.“
In diesem Jahr rechnen die 54 Club-Mitglieder mit einem noch größeren Besucherandrang. „Natürlich nur bei gutem Wetter“, schränkt Erich Rahn ein. Interessant und unterhaltsam wird es auf jeden Fall. Neben der Spannung auf dem anspruchsvollen Rundkurs gibt es ein attraktives Rahmenprogramm mit Hubschrauber-Rundflügen, Oldtimer-Traktoren, mit Musik und Vorführungen. Undenkbar wäre eine Großveranstaltung dieser Art ohne professionelle Unterstützung. „Der ganze Ort ist auf den Beinen und hilft mit. Außerdem kommen aus den Nachbarorten Malteser und DRK mit Notarzt und Rettungswachen, Feuerwehr und THW mit Streckenposten und Flutlichtanlage für die Nacht, eine befreundete KFZ-Werkstatt für professionelle Reparaturen und viele befreundete Vereine, die einfach nur dabei sein und helfen wollen.
Eine abgemähte Wiese verwandelt sich für drei Tage in eine „Boxengasse“, sorgfältig mit Bodenplanen geschützt, damit eventuell auslaufendes Öl nicht in den Boden einsickern kann. Hier ist auch Platz für die Teams und für mitgebrachte Fans, die teilweise Tage vorher mit Zelten anreisen und für echte „Hockenheim-Renn-Atmosphäre“ sorgen.
Einige Traktor-Teams, so berichtet Erich Rahn, sind noch in der „Schrauber-Phase“. Aus zwei und mehr schrottreifen Teil-Traktoren bauen sie „edle“ Renn-Maschinen. Fahrzeugteile, die nicht passen, werden in Garagen-Werkstätten passend gemacht. Selbst „asbach-uralten“ und seit Jahren rostenden LKW-Motoren wird neues Leben eingehaucht. Auch bei diesen Traktor-Klassikern, die nur noch „seriennah“ sind, steht aber die Sicherheit an erster Stelle. Strenge Bauvorschriften und speziell verstärkte Überroll-Bügel sorgen dafür, dass Fahrer und Zuschauer die 24 Rennstunden heil überstehen.
Weitere Infos gibt es im Internet unter www.vulkan-trophy.de.













