(openPR) Alles begann mit einem Kneipen-Gespräch über ein Traktoren-Rennen in Österreich. Am Stammtisch in der 480-Seelen-Gemeinde Altenschlirf im Vogelsberg-Kreis war die Neugierde geweckt. Auch bei Erich Rahn, Jahrgang 1955, erwachte die
„Das-können-wir-auch-Mentalität“. Mit Elan und Schrauber-Ehrgeiz wurde ein alter Deutz D15-Traktor, der draußen auf dem Feld seit Jahren nur noch „Abenteuer-Spielplatz“ der Dorfjugend war, instand gesetzt. Erich Rahn war überzeugt: „Der alte Traktor hat schon weit über 40 Jahre funktioniert, er wird auch noch 24 Stunden länger durchhalten.“ Aus einer Reise nach Österreich, wo sich 50 Teams zur Wettfahrt trafen, und einem mehr improvisierten 24-Stunden-Rennen für Oldtimer-Traktoren auf „heimischem Acker“, zu dem auch der bereits erfahrene Club aus Österreich anreiste, wurde inzwischen eine spektakuläre Großveranstaltung mit bundesweiter und ausländischer Beteiligung. Aus dem Traktor-Schrauber Erich Rahn wurde ein Veranstaltungs-Manager der „24h Vulkan-Throphy“ und Mentor des Bien-Zenker-Racing-Teams.
Bei der Gründung eines eigenen Clubs, so erinnert sich Erich Rahn, waren sie 17 Personen. Heute leitet er den Club mit 54 Mitgliedern. „Schon als Kinder haben wir hier auf dem Lande die Traktoren gefahren. Da hat man das Interesse an der Technik und ein bisschen Diesel einfach im Blut“, sieht Erich Rahn sein Engagement für Traktoren-Rennen. Wichtig ist ihm dabei, dass solche Rennen nicht dazu dienen, „traditionelles Kulturgut“ in Form von Oldtimern zu zerstören, ganz im Gegenteil: Nicht nur die Oldtimer werden von den Renn-Teams sorgfältig und liebevoll gepflegt, „es wurde auch so mancher Schrotthaufen, durch den bereits der Holunder durchgewachsen war, vor dem Schrotthändler gerettet“. Auch, wenn heute die Teile von zwei und mehr abgewrackten Traktoren von jungen „Schraubern“ zu neuem Leben erweckt werden: „Die jungen Teams haben viel Respekt vor der alten Technik und beim Bau ihrer Renn-Traktoren nutzen sie das heutige Wissen und moderne Bauteile“, kommentiert Rahn eine Diskussion, die in der Traktoren-Fachwelt kurzzeitig aufgeflammt war.
Beim Schrauben, Reparieren und Restaurieren ist Erich Rahn heute mehr der interessierte Zuschauer, der noch manchen guten Tipp geben kann. Seine Zeit geht für Organisationsaufgaben drauf. Schließlich erfordert das 24-Stunden-Rennen, das wieder vom 11. bis zum 13. Juli stattfindet, eine Menge Vorbereitung und Behördengänge, denn die Traktoren-Renn-Teams aus dem In- und Ausland, die Fans und die erwarteten 5 bis 10.000 Besucher brauchen eine funktionierende Infrastruktur – vom Klo-Häuschen bis zum professionell eingerichteten Fahrer-Lager mit Werkstatt, Tankstelle und Flutlicht. Und Erich Rahn ist dankbar, dass über die Ortsgrenzen hinaus viele Organisationen helfen. Meist aus Spaß an der Sache.
Weitere Infos gibt es im Internet unter www.vulkan-trophy.de.













