openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Chipfabrik in Frankfurt/Oder droht an Geldmangel zu scheitern

01.01.200410:00 UhrMedien & Telekommunikation

(openPR) Hamburg, 17. Dezember 2002 - Die weitere Finanzierung der im Bau befindlichen Chipfabrik in Frankfurt/Oder ist bedroht. Nach Informationen der Zeitschrift manager magazin (Erscheinungstermin: 20. Dezember 2002) steht bislang nur ein Bruchteil der erforderlichen Investitionssumme von 1,3 Milliarden Dollar zur Verfügung. Sollten sich in den nächsten Wochen keine weiteren Finanzierungsquellen eröffnen, gerät das ehrgeizige Projekt in ernste Schwierigkeiten.



Bislang fehlt eine Kreditzusage seitens der Banken, die mit 650 Millionen Dollar den größten Teil der Investitionssumme aufbringen sollen. 80 Prozent des Kreditvolumens soll durch eine staatliche Bürgschaft abgesichert werden. Seit Monaten versuchen die Commerzbank und die Gulf International Bank in Bahrain die Bedingungen für die Kreditvergabe zu erarbeiten, bislang ergebnislos. Das Mandat der beiden Institute läuft Ende des Jahres aus.

Solange die Kreditfinanzierung offen ist, wird auch der Hauptinvestor, die Dubai Airport Freezone Authority (Dafza), seinen Anteil nicht voll einzahlen. Das Staatsunternehmen aus dem Golf-Emirat hat zugesagt, sich mit 250 Millionen Dollar an der Chipfabrik-Betreiberfirma Communicant zu beteiligen. Von dieser Summe sind bislang 40 Millionen Dollar an Communicant geflossen.

Darüber hinaus verfügt die Betreiberfirma über 38 Millionen Dollar von der landeseigenen Investitionsbank Brandenburg und 40 Millionen Dollar vom Chipgiganten Intel. Subventionen in Höhe von rund 310 Millionen Dollar sind kürzlich von der EU genehmigt worden.

Die Kreditfinanzierung gestaltet sich offenbar aus drei Gründen schwierig: Zum Ersten ist kein Ende der Krise auf dem Halbleitermarkt in Sicht. Bei weltweiten Überkapazitäten ist ein Bedarf für zusätzliche Produktionsanlagen in Frankfurt/Oder nicht absehbar. Zum Zweiten hat die Glaubwürdigkeit des Projekts gelitten, weil Wolfgang Fürniß (CDU), Ex-Wirtschaftsminister von Brandenburg und wichtigster politischer Förderer der Chipfabrik, wegen einer dubiosen Millionenzahlung aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zurücktreten musste. Zum Dritten sorgt der Wechsel im Management der Betreiberfirma Communicant für Irritationen. Der frühere Vorstandsvorsitzende Klaus Wiemer verließ im Mai 2002 die Firma ohne Angabe von Gründen, nun führt Professor Abbas Ourmazd die Geschäfte. Ourmazd ist nur bis Februar 2003 von seiner Stelle als Chef des staatlichen Frankfurter Forschungsinstituts IHP freigestellt.

 

Autor: Henrik Müller

Telefon: 040/308005-38

 

manager magazin

Kommunikation

Eva Wienke

Telefon: 040/3007-2320

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 22024
 2001

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Chipfabrik in Frankfurt/Oder droht an Geldmangel zu scheitern“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Spiegel-Verlag

mm-Börsenbarometer: Porsche-Chef Wiedeking ist die neue Nummer eins
mm-Börsenbarometer: Porsche-Chef Wiedeking ist die neue Nummer eins
manager-magazin-Umfrage unter privaten Aktionären / Wendelin Wiedeking löst BMW-Lenker Helmut Panke als beliebtesten Manager ab / Rot-grüne Steuerpläne dämpfen Aktienkultur Wendelin Wiedeking, Vorstandschef des Sportwagenherstellers Porsche, ist Deutschlands populärster Topmanager. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter Privatanlegern, die das Meinungsforschungsinstitut Emnid in Zusammenarbeit mit der Hamburger Kirchhoff Consult exklusiv für manager magazin durchgeführt hat (manager magazin 01/2003, Erscheinungstermin: 20. Dezemb…
Manager magazin: Neue Ermittlungen gegen Mittelstands-Lobbyist Mario Ohoven
Manager magazin: Neue Ermittlungen gegen Mittelstands-Lobbyist Mario Ohoven
Verdacht auf versuchten Prozessbetrug Hamburg, 19. Dezember 2002 - Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt gegen Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, wegen des Verdachts auf versuchten Prozessbetrug. Dies meldet das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe, die am 20. Dezember erscheint. Die zuständige Staatsanwältin geht offenbar davon aus, dass Ohoven, hauptberuflich Chef des Düsseldorfer Fondsvertriebs Investor und Treuhand (IT), Mitarbeiter zu einer Falschaussage vor Gericht gedrängt habe, beric…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: AffOrmationen: Erfolg und Geld mit positiven FragenBild: AffOrmationen: Erfolg und Geld mit positiven Fragen
AffOrmationen: Erfolg und Geld mit positiven Fragen
Leere Geldbörse, Schulden, offene Rechnungen – für viele Menschen ist chronischer Geldmangel traurige Realität. Ursache ist oft eine falsche Denkweise. Erfolgsexpertin Christine Hofmann mit Hintergründen und Lösungen. „Wenn ich einmal reich wär…“, singt Tevje in dem gleichnamigen Lied aus Anatevka. Der arme Milchmann träumt davon, ein reicher Mann zu …
Indische Dienstleistungen am Schauplatz Frankfurter Bahnhofsviertel
Indische Dienstleistungen am Schauplatz Frankfurter Bahnhofsviertel
… Indien und Deutschland und wie die jeweiligen Dienstleistungen in den beiden Kulturen wahrgenommen werden. Beispielsweise hat für Inder die Leihmutterschaft unter dem Stichwort Geldmangel eine andere Bedeutung als für die deutschen Paare, die sich nicht bewusst sind, welche psychologischen Folgen diese Dienstleistung für die indische Leihmutter hat. …
Bild: Essen für bedürftige FamilienBild: Essen für bedürftige Familien
Essen für bedürftige Familien
Es soll ein Essen für bedürftige Familien stattfinden, die aus Geldmangel kein Ostern feiern können. Dieser Termin wird der 15.03.2008 sein Der DRK Kreisverband richtet am 15.03.2008 in Essen für bedürftige Familien aus, die aus Geldmangel kein Ostern feiern können. Termin: 15.03.2008 Ort: DRK Zentrum (Deutsches Rotes Kreuz, Bismarckstr. 17 - 49324 …
direct/ Initiative Zukunft in Brand e.V.: Insolvenzaffäre CargoLifter - wie CargoLifter den Machenschaften des Ministers Fürniß zum Opfer fiel
direct/ Initiative Zukunft in Brand e.V.: Insolvenzaffäre CargoLifter - wie CargoLifter den Machenschaften des Ministers Fürniß zum Opfer fiel
… Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg, Dr. Wolfgang Fürniß, das Frachtluftschiff-Unternehmen CargoLifter seinen privaten Interessen im Zusammenhang mit der so genannten Chipfabrik in Frankfurt/Oder geopfert zu haben. In der Öffentlichkeit wird immer wieder vom Brandenburger Pleitentrio Cargolifter, Chipfabrik und Lausitzring gesprochen. Die Wahrheit ist …
Bild: Detlev von Liliencron - Chronik eines DichterlebensBild: Detlev von Liliencron - Chronik eines Dichterlebens
Detlev von Liliencron - Chronik eines Dichterlebens
Liliencron lebte von 1844 bis 1909. 1883 kam sein erster Lyrik-Band heraus. Geldmangel und "Frauengeschichten" rieben ihn auf. Seine USA-Auswanderung geriet zum Desaster. Von den einen als Romantiker, Naturalist oder gar Vorläufer der Expressionisten gefeiert, gilt Baron Detlev Freiherr von Liliencron unter den Kennern als Erneuerer mit dem stärksten …
Knappe IT-Budgets gefährden virtuelle Rathäuser - Nachholbedarf bei extern finanzierten Betreibermodellen
Knappe IT-Budgets gefährden virtuelle Rathäuser - Nachholbedarf bei extern finanzierten Betreibermodellen
… auf der Kippe, wie die Internetportale der Kommunen - die so genannten virtuellen Rathäuser. 68 Prozent der befragten Unternehmen und Behörden geben zu Protokoll, dass Geldmangel der Grund für geringere IT-Investitionen sei. So macht sich bei vielen virtuellen Rathäusern von Ländern und Gemeinden chronischer Geldmangel breit. Die deutschen Stadtväter …
Bild: Neues Guggenheim Museum in Zwickau oder Saarbrücken?Bild: Neues Guggenheim Museum in Zwickau oder Saarbrücken?
Neues Guggenheim Museum in Zwickau oder Saarbrücken?
… und Steuergeld-Desaster, wie beispielsweise den „Lausitzring“, das 2002 in die Insolvenz gegangene Luftfrachtunternehmen „Cargolifter“, oder die nie in Betrieb gegangene Chipfabrik in Frankfurt/Oder. „Wenn man diese verpulverten Summen betrachtet und bedenkt, wie viel mehr ein kühnes Prestigeprojekt im Kulturbereich gerade im Osten Deutschlands hätte …
DrKW arrangiert Kredit für Dresdner Chipfabrik
DrKW arrangiert Kredit für Dresdner Chipfabrik
… Dezember 2003 Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW), die Investmentbanking-Einheit der Dresdner Bank, ist Konsortialführer für einen syndizierten Kredit zum Bau der zweiten AMD-Chipfabrik in Dresden. Zum insgesamt siebenköpfigen Bankenkonsortium gehören neben DrKW die niederländische ABN Amro, die Commerzbank, die Deutsche Bank, die Kreditanstalt für …
direct/ M+W Zander erhält Auftrag von Conergy zum Bau einer vollintegrierten Wafer-, Zell- und Solarmodulfertigung in Frankfurt (Oder)
direct/ M+W Zander erhält Auftrag von Conergy zum Bau einer vollintegrierten Wafer-, Zell- und Solarmodulfertigung in Frankfurt (Oder)
… Produktionskapazität bei 300 Megawatt für Solarwafer, 275 Megawatt für -zellen und 250 Megawatt für -module liegen. Die neue Conergy-Produktionsstätte wird in der ehemaligen Chipfabrik in Frankfurt (Oder) errichtet. Mit der weltweit einzigartigen, integrierten Wafer-, Zell- und Modulfertigung wird sie die modernste Produktionsstätte für Solarmodule überhaupt sein. …
direct/M+W Zander übergibt neues Energieversorgungzentrum für AMD-Chipfabrik an Betreiber
direct/M+W Zander übergibt neues Energieversorgungzentrum für AMD-Chipfabrik an Betreiber
M+W Zander übergibt neues Energieversorgungzentrum für AMD-Chipfabrik Fab 36 an Betreiber Auftragsvolumen von 66 Millionen Euro / Kapazität reicht für Stadt von 150.000 Einwohnern Stuttgart/Dresden, 22. Juni 2005 Der Anlagenbauer und -dienstleister M+W Zander hat das Energieversorgungszentrum für die zweite AMD-Chipfabrik Fab 36 in Dresden fertiggestellt …
Sie lesen gerade: Chipfabrik in Frankfurt/Oder droht an Geldmangel zu scheitern