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Heizölpreis 16. Juni - Rohölnotierungen nach schwacher Eröffnung im Aufwind

16.06.2008 • 16:05 Uhr • Energie & Umwelt
Entwicklung des Heizölpreises (bei Abnahme von 3.000 Liter HEL) seit Januar 2006 - Quelle: BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau
Entwicklung des Heizölpreises (bei Abnahme von 3.000 Liter HEL) seit Januar 2006 - Quelle: BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau

(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Noch am Morgen zeigten sich die Rohölkontrakte auf breiter Front schwächer in Fortsetzung der Verluste vom Freitag. Für anhaltenden Preisdruck sorgten Meldungen über weitere Saudi-Arabische Fördererhöhungen sowie technische Nachgiebigkeit. Wie es heißt, erwägt Saudi-Arabien eine Erhöhung der Förderung von momentan 9,45 Millionen Barrel/Tag auf 10,0 Millionen Barrel/Tag. Doch bereits in der ersten Phase des Handels festigten sich die Preise und bauten das Minus ab. Grund waren Spekulationen, dass nicht alle OPEC-Staaten die Absicht haben, wie Saudi-Arabien eine Erhöhung der Förderung anzustreben. Stützend wirkte auch die Meldung, dass China einen Anstieg der Diesel-Importe für die ersten fünf Monate dieses Jahres auf 2.89 Millionen Tonnen zu verzeichnen hatte. Das Thema steigender Inflationsraten ist inzwischen zu einem globalen Anliegen geworden. Besonders Schwellenländer leiden unter Nahrungsmangel als Folge gestiegener Energiepreise.

Diese Preiserholung setzte sich in der zweiten Hälfte des Vormittags fort. Einige Marktbeobachter sahen zusätzlich zu den bereits genannten preistreibenden Ursachen als weiteren bullischen Faktor die Äußerung von Präsident Bush, er würde eine militärische Option zur Beendigung des verdächtigen Iran-Atomprogramms nicht. Am frühen Nachmittag lagen die Rohölnotierungen bereits mehr als drei Dollar pro Barrel über den Notierungen vom Vortag.

Auf die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise wirkte sich heute aber noch einmal das Minus der Preisentwicklung vom Freitag aus. Das lässt den Bundesdurchschnittspreis für eine 3.000 Literpartie Heizöl EL, inkl. MwSt., zum Wochenbeginn etwas vom Jahreshoch absteigen. Mit rund 1,40 Euro Differenz pro 100 Liter gegenüber Freitag streift die Preisentwicklung nun die 95,50 Euro-Marke von oben. Zwischenzeitlich hatten sich die Preise vom letzen Jahreshoch am 23. Mai um mehr als sechs Euro bei rund 90 Euro pro 100 Liter entfernen können. Viele Verbraucher nutzen das kurze Preistief, um Ihre Tanks zu füllen und so einen kleinen Preisvorteil mitzunehmen.

Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten.

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