(openPR) Das erste Wirtschaftsforum Ostseeregion, eine Zusammenkunft von Regierungs- und Wirt-schaftsvertretern aus elf Ostseeanrainerstaaten, fand am 3. und 4. Juni 2008 in Riga statt. Zu den Teilnehmern zählten wichtige Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Politik der bal-tischen Staaten, die sich zum Meinungsaustausch trafen mit dem Ziel, die Rolle der Region auf der internationalen Ebene zu stärken.
Das Forum regionaler Entscheidungsträger wurde in diesem Jahr erstmals organisiert. An-lass war der Gipfel des Ostseerates, der die Regierungschefs der Ostseeanrainerstaaten in Riga zusammenführte, um das Ende der zweijährigen Ratspräsidentschaft Lettlands zu be-gehen.
Die Teilnehmer des Business Forums diskutierten in verschiedenen Plenarsitzungen wirt-schaftliche Themen mit besonderer Bedeutung für die Region. Im Mittelpunkt standen Ener-gieressourcen und Energiesicherheit, die Auswirkungen der globalen Finanzmärkte auf die Ostseeregion sowie die zukünftigen Entwicklungen der Transport- und Logistiksysteme im Baltikum.
In der Abschlusssitzung fassten die Gesprächsführer der Plenarsitzungen die Gesprächsin-halte zusammen.
Kaspars Gerhards, Wirtschaftsminister Lettlands, erklärte, dass die Diversifikation der Ener-gieressourcen und deren Zusammenspiel als entscheidender Aspekt erkannt wurde und die weitere Zusammenarbeit zwischen den Ländern der Ostseeregion notwendig macht. „Auch die wachsende Nutzung erneuerbarer Energiequellen ist eine zeitgemäße Antwort auf die gegenwärtigen Herausforderungen im Energiesektor", sagte Gerhards. Er fügte hinzu, dass eine Erhöhung der Effizienz und die Suche nach örtlichen Lösungen ebenfalls wesentliche Schlüsselthemen seien.
Ilmars Rimsevics, Direktor der Zentralbank Lettlands, betonte, dass die Sitzung zu den Fi-nanzmärkten gezeigt habe, dass die vorwiegend in den nordischen Ländern beheimateten Auslandsbanken in den baltischen Staaten entschlossen sind, trotz der gegenwärtigen Ver-langsamung des Wirtschaftswachstums den baltischen Wirtschaften zur Seite zu stehen. „Dies ist der bedeutendste Unterschied zwischen den Staaten des Baltikums und anderen Ländern, die in der Vergangenheit schwere Ungleichgewichte zu erleiden hatten", sagte Rimsevics und verwies auf den hohen Grad der gegenseitigen Abhängigkeit in der balti-schen Ostseeregion, die für die Beteiligten zahlreiche Vorteile bietet. Mit Blick auf die zu-künftig noch engere Kooperation erklärte Rimsevics, dass den Angelegenheiten der grenz-überschreitenden Finanzüberwachung ein höheres Gewicht beizumessen sei, um eine klare und allgemein verständliche Rechtsgrundlage zwischen den Ländern der Region zu schaf-fen.
Ainars Slesers, Transportminister Lettlands, unterstrich die Notwendigkeit zukünftiger Debat-ten dieser Art zur Förderung der Kooperation und Wettbewerbsfähigkeit der Region. „Wir wissen, dass die Welt sich gewandelt hat. Die Staaten des Baltikums traten der EU im Jahr 2004 bei, aber wir haben auch enge Beziehungen zu Russland, der Republik Belarus, der Ukraine und anderen Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (CIS). Es bedarf keiner weiteren politischen Diskussionen dazu, in welcher Position sich die einzelnen Länder befinden. Was wir jetzt zu diskutieren haben, sind die Möglichkeiten einer engeren wirt-schaftlichen Zusammenarbeit", so Slesers. Die Ostseeregion habe das Potential zu einer der stärksten und dynamischsten Regionen der Welt zu werden, erklärte Slesers weiter.
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