(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Gestern Nachmittag erfolgte nach der Veröffentlichung der US-Öldaten ein deutlicher Preis-Schub. Innerhalb kürzester Zeit stiegen die Rohölnotierungen um mehr als vier Dollar pro Barrel an. Heute Morgen starteten die Kontrakte jedoch bereits wieder etwas schwächer und prallten vom Widerstand bei 137 Dollar pro Barrel nach unten ab. Vor allem die Meldung, dass sich Vertreter von Produzenten- und Verbraucherländern am 22.Juni in Saudi-Arabien treffen werden, um die hohen Ölpreise zu erörtern, dürfte sich dämpfend auf die Marktsituation ausgewirkt haben. Im Vorfeld hieß es dazu von venezuelanischer Seite, man werde auf dem Treffen keinen Förderanhebungsbeschluss fassen und würde begrüßen, wenn sich der Rohölpreis bei 100 Dollar einpendelt.
Der Tag war dann von kräftigen Schwankungen bis zum frühen Nachmittag bestimmt. Einem anfänglichen Rückgang aufgrund von Gewinnmitnahmen/Korrekturen nach den gestrigen massiven Gewinnen folgte der Abprall an den Unterstützungen mit nachfolgender Aufwärtsbewegung im Rahmen einer relativ stabilen technischen Konstellation. Am Nachmittag gaben die Preise kräftig nach und landeten bis zum Redaktionsschluss im Unterstützungsbereich bei 132,50 Dollar (NYMEX-Rohöl). Wieder wurden Gewinnmitnahmen und technische Abwärtsschwankungen dafür verantwortlich gemacht. Daneben spielte aber auch die Sorge, die hohen Ölpreise könnten das Weltwirtschaftswachstum zu sehr bremsen, eine Rolle.
Auf die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise wirkte sich heute noch einmal der kräftige Rohölanstieg vom Mittwochnachmittag aus. Darum legten die Heizölpreise, nicht unerwartet, kräftig zu. Der Bundesdurchschnittspreis für eine 3.000 Literpartie Heizöl EL, inkl. MwSt., stieg um rund 1,50 Euro pro 100 Liter gegenüber Vortag an. Dabei wurde ein neues Jahres- und Allzeithoch bei 96,83 Euro ereicht. Zwischenzeitlich hatten sich die Preise vom letzen Jahreshoch am 23. Mai um mehr als sechs Euro entfernen können, stiegen aber bereits in der letzten Woche aufgrund höherer Rohölnotierungen wieder systematisch an.
Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten.
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