(openPR) Wenige Themen werden derzeit so intensiv diskutiert wie das Smart Metering. Um Versorgungsunternehmen den Einstieg in das Thema zu erleichtern, hat der Energiespezialist VISOS jetzt ein Beratungskonzept entwickelt, das vier Bausteine umfasst: die Smart Metering-Prozesse (Baustein 1), die Smart Metering-Technologien (Baustein 2), Erfahrungen aus Schweden, Italien und diversen Feldversuchen (Baustein 3) und die möglichen Geschäftsmodelle (Baustein 4). In der Folge unterstützt VISOS Energieunternehmen auch bei der Einführung und beim Betrieb von Smart-Metering-Infrastrukturen. Auf diese Weise werden nicht nur größere, sondern gerade auch mittlere Versorgungsunternehmen in die Lage versetzt, entsprechende Angebote aufzubauen und so auch auf diesem Gebiet ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.
Die Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) im Juli 2005 war der Grundstein zur Veränderung des Zählerwesens in Deutschland. Paragraph 21 b des EnWG beschreibt die Liberalisierung des Einbaus, Betriebs und Wartung der Gas- und Elektrizitätsmesseinrichtungen. Diese Liberalisierung des Messwesens steht nun unmittelbar vor der Tür. Durch die gesetzlichen Änderungen werden neue und unabhängige Messstellenbetreiber auf dem Markt aktiv werden. Aber gerade auch für Versorgungsunternehmen erschließen sich neue Möglichkeiten.
Die wesentlichen Potenziale für die Versorger liegen beim Smart Metering in der spartenübergreifenden Fernablesung aller Kunden (Multi-Utility). Dazu kommen Optimierungsmöglichkeiten bei der Abrechnung und dem Forderungsmanagement. Auch der steigende Anteil an Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen und dezentralen KWK-Anlagen wird das Thema weiter vorantreiben. Denn durch die volatile Einspeisung der Energie wird sich die Netzsteuerung stark verändern und die Verbreitung intelligenter Netze, also der Smart Grids, deutlich zunehmen. Hierbei spielt das Smart Metering eine grundlegende Rolle für das Management aller dazugehörigen Informationen und Daten.
Vom Zähler als Informationsquelle und Kommunikationsrand werden beim Smart Metering die Daten aggregiert und über unterschiedlichste Systeme (ISDN, UMTS, GPRS, GSM, PLC, etc.) transportiert, aufgenommen, vorverarbeitet, bereitgestellt und weiterverarbeitet werden. Damit die wichtigen Informationen unverfälscht und schnell beim richtigen Kunden landen, ohne dass dabei hohe Kosten anfallen oder die Datensicherheit beeinträchtigt wird, müssen sich Energieversorger auch IT-technisch entsprechend ausrüsten. Für die Umsetzung werden jedoch nicht nur IT-Fachleute benötigt, sondern vor allem auch Telekommunikationsspezialisten, um den Austausch von Daten und Steuerungsinformationen zwischen den intelligenten Zählern und den zentralen Energiemanagementsystemen zu organisieren. Aber auch erfahrene Logistiker werden gebraucht, die beispielsweise den reibungslosen Zählertausch sicherstellen.







