(openPR) Dreharbeiten für Kinofilm "Mein Kampf" nach dem Theaterstück von George Tabori in Zittau
Ideale Drehbedingungen in Zittau: Für den Kinofilm "Mein Kampf" nach Motiven des gleichnamigen Theaterstücks von George Tabori entstehen bis Mitte Juni viele Szenen in der Stadt am Dreiländereck. Götz George spielt den fliegenden Buchhändler Schlomo Herzl. Die Media City Atelier GmbH war für den Setbau in der ostsächsischen Stadt verantwortlich und betreute die Produktion in den Bereichen Licht, Bühne und Kamera.
MCA macht Zittau zu Wien
Der Schweizer Regisseur Urs Odermatt sagt: "Zittau eignet sich als Kulisse für Wien wunderbar. In Wien zu drehen, wäre ein ziemlicher Aufwand gewesen." Zittau setzte sich gegen 17 Mitbewerber als Drehort durch. Die Dreharbeiten fanden inmitten der Innenstadt statt, wo eigens für den Film eine Kulisse an der Breiten und der Baderstraße entworfen wurde.
Zwei Monate vor dem ersten Drehtag begann die MCA in der sächsischen Stadt mit den Vorbereitungen. Auf einer Wiese sollte das Männerwohnheim entstehen, in dem Hitler in Wien wohnte. Vier Gerüstbauer errichteten zuerst ein 250 Quadratmeter großes Gerüst, bevor das Männerwohnheim gebaut wurde. "Es ist schon faszinierend, was mit Spanplatten, Farbe und Haftputz alles zu machen geht", sagt Projektleiterin Natalie Pauls. Als die Kulisse stand, mussten auch umliegende Häuser in den Wiener Look 1890er Jahre versetzt werden. Das erledigten zwei Patineure.
Die Handwerker der MCA haben neben dem Männerwohnheim auch eine Gefängniszelle und mehrere Straßenzüge gebaut. René Zetzschke, Bauleiter für den Setbau bei der MCA, nennt ein paar Zahlen, die den Umfang der Arbeiten verdeutlichen. Die vier Zimmerleute verbauten insgesamt 800 Quadratmeter Holz. Die beiden Maurer brachten 2,1 Tonnen Haftputz an die Holzwände, bevor die beiden Patineure und ein Kunstmaler das Werk vollendeten. Sie verbrauchten am Set rund 200 Liter Farbe.
Satirischer Blick auf das Ungeheuer
Der Film nach dem Theaterstück von George Tabori ist keine historische Rekonstruktion von Hitlers Wiener Zeit, sondern eine zeitlose Parabel vom Guten, das dem Bösen dient. Der junge Hitler (Schilling) kommt aus tiefster österreichischer Provinz nach Wien, um als Maler die Welt zu erobern. Er mietet sich im Männerheim ein, wo er das Zimmer mit zwei Juden teilt. Taboris "Mein Kampf" erzählt die Geschichte so, wie sie hätte sein können, und wirft einen satirischen, mit schwarzem Humor gespickten Blick auf die Figur Hitler, bevor sie zu einem diktatorischen Ungeheuer wurde. Der fliegende Buchhändler Schlomo Herzl (Götz George) will den Tölpel vor dem Untergang in der Großstadt retten und wird dadurch zum Geburtshelfer des Monsters. Der Schweizer Regisseur Urs Odermatt berichtet von einer guten Zusammenarbeit mit Götz George: "Ich finde die gegenseitige Inspiration sehr toll, sehr ermutigend."
Link: www.drefa.de/index.php?id=2017








