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Volatile Märkte erfordern Risikomanagement und Risikoprämien

(openPR) Welche Risiken, Unwägbarkeiten, aber auch Potenziale volatile Märkte bieten, wurde Beobachtern und Experten im vergangenen Jahr anhand der Agrarmärkte deutlich. Durch eine nach wie vor ungebremst hohe Nachfrage getriebene Preisentwicklungen waren für Marktbeteiligte, aber auch Investoren in dieser Form ungewohnt. Diese Thematik griff die Regionalgruppe West des Deutschen Verbandes Tiernahrung e. V. (DVT) im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung auf.



Im öffentlichen Vortragsteil wagte die Regionalgruppe einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen. „Futtermittel-, Rohstoff- und Getreidemärkte - Perspektiven für die nächsten Monate“ lautete der Titel einer Diskussionsrunde, in der unter der Moderation von Bernhard Krüsken, DVT, die verschiedenen Marktpartner vertreten waren. André Lenter (Cargill, Salzgitter), Andreas Schmuck (Lippe Agrar, Lemgo), Johann-Andreas Werhahn (Plange Mühlenwerke Neuss), Joachim Tietjen (Hansa Terminhandel, Farven) und Helmut Wulf (Deutsche Tiernahrung Cremer, Düsseldorf) bildeten für die Stufen Getreidehandel, Mehl- und Ölmühlen, Futtermittel sowie für die Termin- und Finanzmärkte das Podium.

In Bezug auf Ernteprognosen zeigten sich alle Diskussionsteilnehmer zumindest leicht optimistisch, rechnen aber in den kommenden Wochen mit einem ausgeprägten Wettermarkt. „Wir erwarten für die nächste Ernte im Vergleich zum Vorjahr etwas niedrigere Getreidepreise. Jedoch nur, wenn das Wachstum normal verläuft“, so Helmut Wulf. Johann-Andreas Werhahn schätzte die Situation ähnlich ein. Wichtig sei es, dass sich Marktbeteiligte noch stärker auf volatile Märkte einstellen müssten. Dabei ist seiner Meinung nach die Verfügbarkeit des Getreides durchaus gegeben. Es sei - auch in Bezug auf andere Verwendungsformen wie Bioenergie - alles eine Frage des Preises, den das Unternehmen in der Lage und bereit sei zu zahlen.
Für Andreas Schmuck stellt sich die grundlegende Frage, wie sich Landwirte in der kommenden Ernte bezüglich Preisen und Abgabe verhalten werden. Er rechne mit regional sehr großen Preisunterschieden. André Lenter geht - insbesondere bei der Rapssaat - von einer ähnlichen Ernte wie im vergangenen Jahr aus. Allerdings wies auch er auf Unwägbarkeiten durch das Wetter hin. Joachim Tietjen zeigte in seinem Statement die Bedeutung eines angemessenen Risiko-Managements für Unternehmen auf. Die Absicherung von Risiken durch Warenterminbörsen gehöre zur Grundlage unternehmerischen Handelns; auch wenn dies eine intensive Auseinandersetzung mit Warentermin-Geschäften und ein hohes Know-how erfordere. Laut Tietjen steht eines fest: „Für eine angemessene Risikoabsicherung ist mehr Liquidität erforderlich.“ Dies müsse Banken stärker klar gemacht werden, da in Zukunft für das Risikomanagement der Unternehmen höhere finanzielle Mittel notwendig seien.
Ein weiteres Thema war die Frage der Zulassungspolitik der EU-Kommission beim Import gentechnisch veränderter Sorten. Helmut Wulf sieht hier erhebliche Gefährdungen für die Futtermittel- und Lebensmittelproduktion. „Durch die neuen Sorten, die in den USA angebaut werden und das Verhalten der EFSA sowie der EU-Kommission haben wir ein großes Problem“, so Wulf. Zudem sei damit zu rechnen, dass die Brasilianer in ein bis zwei Jahren nicht kennzeichnungspflichtige, so genannte „Hard-IP“-Ware, nicht mehr in ausreichender Menge liefern könnten. Man sei auf eine Änderung der EU-Zulassungspolitik angewiesen.

Abschließend zogen die Diskussionsteilnehmer das Fazit, dass bei Rohwarenpreisen keine Entspannung in Sicht sei. „Die Agrarmärkte werden meiner Meinung nach nicht unter eine bestimmte Schwelle fallen“, fasste Helmut Wulf zusammen. Kürzere Laufzeiten der Einkaufskontrakte und im Verkauf seien - ebenso wie das Risikomanagement - unverzichtbar. Risiken müssten richtig bewertet und danach gehandelt werden. Johann-Andreas Werhahn stellte zusätzlich die ehrliche Partnerschaft mit dem Kunden heraus. Information und Aufklärung seien überaus wichtige Aspekte. Joachim Tietjen wies auf die neuen Aufgaben der Produktions- und Handelsstufe hin. Veränderte Strukturen und Dienstleistungen stellten auch Chancen dar. Andreas Schmuck forderte von den Marktbeteiligten ein umsichtiges unternehmerisches Handeln ein. Dies sei nicht zuletzt aufgrund steigender Grundkosten und höherer Risiken wesentlich. André Lenter schließlich empfahl, nicht nur auf regionale Märkte zu schauen. Auch das Erntegeschehen weltweit sei in Entscheidungen mit einzubeziehen.

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