(openPR) Entgegen heftiger Einwände aus den Reihen von Umweltschutzverbänden, Bürgerinitiativen und Teilen der Politik hat das Regierungspräsidium in Karlsruhe jetzt dem Bau eines weiteren Kohlekraftwerks zugestimmt.
Die Bundestagsabgeordnete der Grünen aus Karlsruhe, Sylvia Kotting-Uhl, bezeichnete die Entscheidung für den Bau des Kohlekraftwerks als „ökonomisch unvernünftig, klimapolitisch kontraproduktiv und aus gesundheitlichen Gründen katastrophal.“ Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie eine Bürgerinitiative protestieren ebenfalls gegen die Baugenehmigung. Die Karlsruher Luft sei bereits jetzt in einem gesundheitsgefährdenden Ausmaß verschmutzt. Eine zusätzliche Feinstaubbelastung sei nicht tragbar.
Nun wartet die EnBW nur noch auf die offizielle Erlaubnis, Kühlungswasser aus dem Rhein entnehmen und wieder in diesen zurückleiten zu dürfen. Das Regierungspräsidium hat jedoch bereits angekündigt, diese Genehmigung ebenfalls zu erteilen.
Doch so schnell wollen sich die badischen Kraftwerksgegner nicht geschlagen geben. Hartmut Weinrebe vom BUND, Regionalverband Mittlerer Oberrhein, hat bereits angekündigt, die Baugenehmigung rechtlich prüfen zu lassen.
Durch die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen kann jeder Verbraucher dazu beitragen, dass Anlagen zur Gewinnung von Ökostrom errichtet werden und damit der Bau weiterer Kohle- und Atomkraftwerke auf langfristige Sicht nicht mehr notwendig ist. Eine Hilfestellung sowie weitere Informationen zum Wechsel des Stromversorgers bieten unabhängige Verbraucherportale im Internet, wie beispielsweise TopTarif.









