(openPR) Werl, 17.04.2008 - Neue Meldungen aus Bangladesch bestätigen die Prognosen zum Anfang diesen Jahres. Im Januar berichtete der Verein Madaripur-Hilfe e.V. darüber, dass die durch den Wirbelsturm Sidr ausgefallene Ernte in einem Konflikt um Nahrung gipfeln wird.
Verstärkt durch globale Effekte, die weltweit zu einer Nahrungsknappheit führt, ist Bangladesch zusätzlich durch den Ausfall der Ernte als ärmstes der armen Länder mit am stärksten betroffen.
Politiker und Sprecher von IWF und Weltbank haben den Biosprit, den erhöhten Nahrungsbedarf von Schwellenländern wie China und Spekulanten als Ursache für die weltweite Nahrungsknappheit ausgemacht.
Nicht zu unterschätzen für den asiatischen Raum ist daneben der durch den Wirbelsturm bedingte Ernteausfall. Als Reiskammer Asiens beliefert Bangladesch seit jeher auch angrenzende Staaten.
Verschiedene Medien berichten von Unruhen in Bangladesch. Bei Protesten gegen die steigenden Lebensmittelpreise sind am vergangenen Samstag in Bangladesch mindestens 50 Menschen verletzt worden. Nach Angaben von Augenzeugen ging die Polizei mit Tränengas und Knüppeln gegen die mit Steinen werfenden Demonstranten vor.
Schon vor zwei Wochen forderte der bengalische Armeechef die Bevölkerung auf, anstatt Reis mehr Kartoffeln zu essen.
„Wir halten trotz der aktuellen Situation in Bangladesch an unserer Strategie fest, die Schulbildung dort zu fördern.“, sagt Shahabuddin Miah, Vorstand der Madaripur-Hilfe e.V. Auch der Vorstandsvorsitzende Christian Röntgen unterstreicht: „Die Menschen in Bangladesch müssen selbst erkennen, wie wertvoll ihr fruchtbares Land für sie ist und das Landflucht keine Lösungen bringt“.
Nach der Soforthilfe Anfang diesen Jahres sind die Kassen des Vereins nun leer. Die bestehenden Schulgebäude im Dorf Bajitpur sind repariert. Alle Lehrer sind trotz der Zerstörung nahezu aller Behausungen durch den Sturm Sidr im Dorf geblieben.
Der Verein hält an dem Ziel fest noch in diesem Jahr mit dem Bau weiterer Schulgebäudes zu beginnen. Das Land für diese Baumassnahme wurde schon 2007 erworben. Nun muss noch die Hälfte für die Finanzierung der Gebäude aufgebracht werden. Das sind ca. 3000 Euro, da die ersten fünf Klassenräume nun mit dem ortsüblichen Wellblech gebaut werden sollen. Mit der doppelten Summe wäre auch der Bau eines Steingebäudes möglich.
Ein gerade erfolgter Spendenaufruf zeigt erste Reaktionen. Neben privaten Spenden wird der Verein nun durch die evangelische Kirchengemeinde in Gelsenkirchen-Rotthausen unterstütz












