(openPR) Aachen, 30.Oktober 2009. Um Kinder zu fördern und Eltern in der Erziehungsarbeit zu unterstützen, müssen strukturelle Veränderungen zur Entlastung von Familien vorangetrieben werden, fordert die Aachener Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Nadia Kutscher. In Deutschland würden zu viele Kinder von einer ausreichenden Teilhabe an Bildung und Förderung ausgeschlossen, so die Professorin der Katholischen Hochschule NRW Aachen. Individuelle Hilfen allein reichen nicht, Kindern aus sozial benachteiligten Familien in gleichem Maße Bildung zu ermöglichen wie sozial bessergestellten Kindern.
Gerade Familien in sozial benachteiligten Lebenslagen müssten heute enorm viel leisten, um ihre Kinder unter teils widrigen Umständen großzuziehen. Materielle Benachteiligung dürfe nicht zur Hürde werden um an Bildungsangeboten oder einer ausreichenden Ernährung teilzuhaben.
Es gehe es darum Eltern stärker zu entlasten und zu unterstützen. Das bedeute für die Politik, den Bereich der Bildung und Betreuung finanziell und personell besser auszustatten, damit ausreichende und qualitativ gute Bildungsangebote für alle Kinder zu Verfügung stehen. Bildungsteilhabe für alle Kinder lasse sich aber nur mit entsprechenden personellen Ressourcen verwirklichen, betont Prof. Kutscher.
Um der steigenden Nachfrage und den erweiterten Anforderungen in der Arbeit mit Kindern und Familien in den unterschiedlichen Institutionen gerecht zu werden, müssen mehr Fachkräfte auf hohem Niveau ausgebildet werden. Mit dem neuen Studiengang „Bildung und Erziehung im Kindesalter-BEiK“ leistet die Katholische Hochschule NRW dazu ihren Beitrag.











