(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Vor allem die anders als erwartet ausgefallenen US-Öldaten sorgten für einen starken Anstieg der Öl-Kontrakte. Dabei legte Rohöl als Reaktion auf den unerwarteten und starken Bestandsabbau am kräftigsten zu. Auch Benzin zeigte statt eines Bestands-Aufbaus DOE einen Abbau und der Heizöl-Bestands-Aufbau liegt hinter den Erwartungen zurück (siehe Vormittagsmeldung). Heute Morgen setzten die Rohölnotierungen ihren bullishen Trend, unter zeitweisen Gewinnmitnahmen und minimalen Abwärtskorrekturen, fort. Preistreibend wirkte erneut auch der schwache Dollar nachdem die Fed ihre US-Wachstumserwartungen für dieses Jahr auf 0.3% -1.2% senkte, während man vor drei Monaten noch ein Wachstum von +1.3%/+2.0% prognostiziert hatte. Auch wird verstärkt die Meinung geäußert, dass die hohen Preise nicht das Ergebnis einer Spekulationsblase sind, sondern eine drohende Knappheitssituation aufgrund eines Ungleichgewicht des Marktes mit zuviel Nachfrage und zuwenig Angebot signalisieren. In diesem Umfeld treten insbesondere Fonds als Käufer hervor.
Erst am frühen Nachmittag fielen die Futures-Kontrakte an den Rohstoffbörsen ICE und NYMEX nach der Preis-Rallye bis auf neue Allzeithochs steil zurück und kursierten bei Redaktionsschluss knapp über den Vortageswerten bei über 134 Dollar pro Barrel.
Mittlerweile gehen einige Rohstoffexperten von einem mittelfristigen Ölpreisanstieg auf 150 Dollar pro Barrel aus. Es gibt aber auch Gegenstimmen am Markt, die genau das Gegenteil prognostizieren und mit einem immensen Preisrückgang rechnen. Derzeit dominiert aber ganz klar der Aufwärtstrend.
Dieser sorgte, nach einem eher kleineren Anstieg am Mittwoch, heute für ein sattes Plus in der Heizölpreisentwicklung. Mit einem bundesdurchschnittlichen Anstieg von mehr als 1,80 Euro pro 100 Liter (beim Kauf einer 3000 Literpartie Heizöl EL inkl. MwSt.) gegenüber Vortag erreichten die Heizölpreise fast die Marke von 95 Euro pro 100 Liter und damit ein neues Allzeithoch. Die Aussichten auf einen nachhaltigen Ölpreisrückgang sind weiterhin extrem gering und eventuelle Preisabschläge durch kurzzeitige Preisdellen in der Entwicklung der Rohölnotierungen könnten auch in dieser Woche wieder nur begrenzt ausfallen.
Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten.
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