(openPR) Für zwei der möglichen Castrol Index-Stars dieser Europameisterschaft hätte der Weg an die Spitze nicht unterschiedlicher sein können…
In den 1980ern kam der ukrainische Außenstürmer Andrei Kanchelskis nicht in die Auswahl, weil er angeblich zu schwächlich war. Als Antwort darauf erarbeitete er sich ein strenges Trainingsprogramm, um seine körperliche Fitness zu steigern. So hüpfte er in einer einzigen Trainingseinheit auf jedem Bein 100 Mal und dann weitere 100 Male auf beiden Beinen. Doch wie Lionel Messi beweist, werden heute etwas wissenschaftlichere Methoden bevorzugt: Der 20-jährige argentinische Barcelona-Star hätte es vielleicht nie bis an die Spitze geschafft, wenn er in jungen Jahren nicht intensiv wegen einer Wachstumshormonstörung behandelt worden wäre.
Nichts dem Zufall überlassen
Der 23-jährige portugiesische Flügelspieler von Manchester United, Cristiano Ronaldo, kennt jeden Trick, hat einen Körper, den sich Herkules nur wünschen könnte und verfügt über unfassbare Schnelligkeit und Ausdauer. Eine Kombination, die Portugals Nummer 17 in den CPI-Ranglisten ganz schnell ganz weit nach oben katapultieren und der Mannschaft von Luis Felipe zu einer hervorragenden Leistung bei der Euro 2008 verhelfen könnte. Doch der Mittelfeldspieler verdankt seinen Erfolg jahrelanger Forschung und Spezialtrainings.
Sporting Lissabon analysierte die Entwicklung des damals 11-Jährigen wissenschaftlich. "Es wurde eine Studie über Ronaldos Knochendichte durchgeführt, um seine Wachstumsrate beurteilen zu können", erklärt Sporting-Sprecher Marques de Freitas. "Die Ärzte wollten wissen, wie groß er später einmal werden würde – es ist wichtig, dass große Fußballspieler in jungen Jahren nicht zu viel spielen. Manchmal durfte er wegen der Tests nicht in der Mannschaft spielen. Laut der Analyse sollte er mal 1,89 m groß werden – und tatsächlich liegt er nur wenige Zentimeter unter dieser Marke."
Sobald der physische Aspekt geklärt war, begann Ronaldo mit Hilfe des Techniktrainers von Manchester United, René Meulensteen, damit, sich ein Repertoire an Tricks anzueignen und zu lernen, wann er diese Tricks am besten einsetzen sollte. Der Magier aus Madeira trainiert andauerned – beim Training, zu Hause und sogar (wie wir von einem seiner Teamkollegen bei ManU erfuhren) beim Sitzen in der Umkleidekabine.
Vom Schicksal geküsst
Die Karriere von Italiens Weltklasse-Keeper Gianluigi Buffon hätte nicht unterschiedlicher verlaufen können: Der in Carrara geborene Fußballer (eigentlich begann er als Stürmer) kam durch Zufall ins Tor, nachdem er gebeten wurde, den eigentlichen Torwart zu ersetzen – und hinterließ schnell einen bleibenden Eindruck. "Gottseidank hat am Ende alles so gut geklappt", so Buffon gegenüber der Zeitschrift FourFourTwo. "Vier Jahre später spielte ich schon in der Serie A." Doch bis er 1991 zu Parma kam, hatte er nie ein Training absolviert. "Es war alles reiner Instinkt", meint der Italiener bescheiden. "Bei mir gab es keine richtige Entwicklung: Im Grunde bestand mein Spiel nur aus Reaktionen."
Parmas Torwart-Trainer Ermes Fulgoni erkannte, dass Buffon noch viel zu lernen hatte, war jedoch davon überzeugt, dass seine Körpergröße und sein Mut für den Anfang vollkommen ausreichen würden. Und der Keeper machte schnell große Fortschritte. "Nach sechs Monaten Zusammenarbeit sagte mir Fulgoni, ich könne es in die Serie A schaffen. Das gab mir Selbstvertrauen", so Buffon. Heute zehren von diesem Selbstvertrauen seine zehn Mannschaftskollegen vor ihm…
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