(openPR) Eine wohlüberlegte Auswahl zu treffen und sich letztlich für den richtigen Beruf zu entscheiden, wird für Jugendliche immer wichtiger. Zugleich steigt die Zahl der Angebote in der Berufsorientierung: Deshalb verfolgt das Kultusministerium die Strategie einer systematischen Berufs- und Studienorientierung. Die Schüler brauchen einen roten Faden durch den Angebotsdschungel. Hier erweist sich der bundesweit bewährte Berufswahlpass, den die Sächsische Arbeitsstelle für Schule und Jugendhilfe (SASJ e.V.) für Sachsen erprobt und weiterentwickelt hat, als ideal.
Anfang April verkündete Sachsens Arbeitsminister Thomas Jurk, er wolle die berufliche Orientierung an Schulen erstmals fundiert untersuchen zu lassen. Denn es ist überdeutlich, dass viel nicht auch viel hilft. Zahlreiche Schulen und auch Unternehmen leiden unter der Angebotsflut und haben Probleme, für den Nachwuchs einen klaren Kurs in der beruflichen Orientierung zu halten. Oftmals fehlt schlicht ein System, ein roter Faden in der Arbeit mit den Schülern. Aus diesem Grund findet der Berufswahlpass an immer mehr Schulen Anklang.
Fast die Hälfte der sächsischen Schulen nutzt mittlerweile diesen Ordner, den die Sächsische Arbeitsstelle für Schule und Jugendhilfe seit 2006 sachsenweit zur Verfügung stellt und koordiniert. Die Zahl hat sich seit dem letzten Schuljahr mehr als verdoppelt (von 122 auf derzeit 269 Schulen) – und sie wird noch weiter wachsen, davon ist Dr. Antje Finke von der SASJ überzeugt: "Der Berufswahlpass findet immer mehr Resonanz in Schule und Wirtschaft - wir streben die flächendeckende Nutzung in den nächsten drei Jahren an." Projektleiterin Finke, die auch im Leitungsteam der Landesservicestelle Schule-Wirtschaft mitwirkt, fordert auch Qualität: "Wenn eine Schule systematisch Berufs- und Studienorientierung betreiben will, braucht sie ein Konzept und den Berufswahlpass. Dabei unterstützen wir sie durch Beratung und Fortbildungen."
Der Berufswahlpass bietet eine Struktur, mit deren Hilfe die Schulen ihre Inhalte und Aktivitäten in der Berufsorientierung systematisch zusammen fließen lassen können. Der Schüler erarbeitet sich somit über mehrere Schuljahre eine solide Grundlage für seine Berufswahlentscheidung. An Bewerbern, die wissen was sie wollen und was sie erwartet, hat die Wirtschaft größtes Interesse und sponsert daher den Berufswahlpass. Fast die Hälfte der Schulen, die mit dem Pass arbeiten, haben bereits einen Sponsor. In Leipzig zum Beispiel unterstützt die Gießerei Georg Fischer die benachbarte 56. Mittelschule. Uwe Fröhlich, Leiter der Ausbildung, erwartet dadurch Synergien: "Als modernes Unternehmen bilden wir jedes Jahr nach neuesten Standards Gießereimechaniker aus, die auch übernommen werden. Die frühzeitige Orientierung für diesen Beruf schaffen wir jetzt über den Berufswahlpass – und zwar an einer Schule, die nahe am Standort liegt. Durch die systematische Arbeit mit dem Pass profitieren wir und die Schule also gleichermaßen, vor allem weil wir uns dadurch besser orientierte und vorbereitete Jugendliche für die Zukunft versprechen."











