(openPR) Im Auftrag des Kultusministeriums werden Regionalkoordinatoren aktiv, um den Einstieg in die systematische Berufsorientierung zu erleichtern – bislang nutzen bereits über 120 Schulen den Pass.
Der sachsenweit eingeführte Berufswahlpass soll ab sofort auch in den Regionen stärker eingesetzt werden. Dafür werden im Auftrag des Staatsministeriums für Kultus Regionalkoordinatoren tätig, die die Zusammenarbeit von Schulen und regionaler Wirtschaft stärken werden. Im Rahmen eines Pilotprojekts wurde das bereits in 11 Bundesländern genutzte Instrument in Sachsen erprobt. Der Projektträger, die Sächsische Arbeitsstelle für Schule und Jugendhilfe e.V., hat als Reaktion auf die positiven Erfahrungen und die große Resonanz eine Koordinierungsstelle eingerichtet, die dem Pass verstärkt zu Anwendung und Akzeptanz verhelfen soll.
Ab Klasse 7 soll der Berufswahlpass Struktur und System in die Aktivitäten und Angebote zur Berufsorientierung bringen. Dr. Antje Finke von der Zentralen Koordinierungsstelle in Dresden ist von der Notwendigkeit einer Systematisierung überzeugt: "Berufsorientierung ist mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt eine so komplexe Aufgabe, dass sie nur in Zusammenarbeit verschiedener Partner zu realisieren ist. Hierzu leisten viele Akteure bereits wertvolle Beiträge - der Berufswahlpass soll den gemeinsamen Nenner darstellen."
Der Pass wurde als Ordner für den Einsatz in verschiedenen Fächern und Projekten konzipiert, mit dessen Hilfe die berufliche Orientierung als Prozess wahrgenommen und strukturiert werden kann. Die Beiträge von verschiedenen Partnern aus mehreren Schuljahren fließen darin systematisch zusammen, so dass der Jugendliche im Ergebnis eine solide Orientierungsgrundlage für den Übergang Schule – Beruf erhält.
Die zentralen Aufgaben der Koordinatoren für die Regionen Ostsachsen, Dresden und Westsachsen sind nun, interessierte Schulen zum Einsatz des Berufswahlpasses zu beraten, Schnittflächen zwischen Schule und Wirtschaft ausfindig zu machen und den Pass als gemeinsamen Nenner der Akteure in der Berufsorientierung zu etablieren.
Bislang wird der Berufswahlpass in 122 Schulen, vorrangig Mittelschulen, eingesetzt. Die Koordinatoren, die diese Woche ihre Arbeit aufnehmen, sollen bis Mitte 2008 weitere 100 Schulen auf dem Weg zu einer systematischen Berufsorientierung begleiten. Dabei geht es nicht darum, „den Schulen die Pässe nur rüberzureichen“, wie Finke unterstreicht: "Nur wenn die Schüler befähigt werden, den Berufswahlpass im Unterricht, in Projekten und individuell einzusetzen, wird er von Nutzen sein."
ZENTRALE KOORDINATION
Sächsische Arbeitsstelle
für Schule und Jugendhilfe e.V.
Alaunstr. 11
01099 Dresden
Tel. 0351 / 490 68 67
Fax 0351 / 490 68 74









