(openPR) Minsk, die Hauptstadt von Weißrussland, ist eine pulsierende Metropole mit rund 1,7 Millionen Einwohnern. Obwohl die Stadt im zweiten Weltkrieg zu fast neunzig Prozent zerstört wurde, bietet sie heute moderne Lebensqualität. Doch sie hat ein entscheidendes Manko: der Boden ist hier so schlecht, dass es fast unmöglich ist, ansprechende Grünanlagen im Stadtgebiet anzulegen. Ihar Kushniarevitsch ist in Minsk zuständig für die Stadtentwicklung. Sein Ziel ist es, die weißrussische Metropole lebenswerter zu machen. Auf diesem Weg ist er jetzt ein ganzes Stück weiter gekommen, denn die Dellschau Solid GmbH aus Bergheim hat gemeinsam mit Kooperationspartner Huning Umwelttechnik eine Anlage zur Bodenverbesserung nach Weißrussland geliefert. So werden auch in Minsk bald Parks entstehen, die Bürger und Besucher der Stadt gleichermaßen erfreuen.
"Bei diesem Projekt haben wir mit unserem Mitbewerber Huning ausnahmsweise gemeinsame Sache gemacht.", schmunzelt Robert Dellschau, Geschäftsführer bei Dellschau Solid.
"Normalerweise stehen wir in Konkurrenz zueinander, aber hier haben sich unsere Ideen und Lösungen schlicht ideal ergänzt. Und so haben wir ein gemeinsames Ziel realisiert, das sich sehen lassen kann. Da sieht man, dass es gut ist, genau zu wissen, was die Mitbewerber so leisten."
Entstanden ist in Minsk eine Anlage, die den dort vorkommenden Lehmboden mit Torf, Kompost, Sand und Dünger zu einem Stoff macht, der blühende Landschaften sprießen lässt. Erst dadurch wird die Stadtbegrünung mit Substrat in großem Stil möglich.
Ihar Kushniarevitsch als der zuständige Leiter der Minsk Celenstroy Production hat für seine Heimatstadt schon seit vier Jahren nach einer geeigneten Maschine gesucht. Minsk Celenstroy Production ist das, was in Deutschland ein Grünflächenamt wäre.
Doch diese städtische Einrichtung hat wesentlich weitreichendere Aufgaben. Letztendlich geht es darum, die Lebensqualität für die Minsker Bevölkerung spürbar zu verbessern. Dies geschieht nicht nur durch die Anlage von Grünflächen, sondern auch durch das konsequente Säubern des öffentlichen Raumes und seine Gestaltung.
So sorgt Minsk Celenstroy Production mit rund 7000 Mitarbeitern auch für das Straßenpflaster, die Optik von Bushaltestellen oder die ansprechende Ausleuchtung der Stadt bei Nacht.
Man hatte in Sachen Bodenverbesserung schon viel probiert und bisher keine greifbaren Ergebnisse erzielt, denn es muss eine große Menge bewältigt werden. Und auch, wenn er im Herzen Russe ist, so denkt Ihar Kushniarevitsch europäisch.
Dabei hält er, wie viele andere Weißrussen auch große Stücke auf deutsche Ingenieurskunst. Wie überall auf der Welt genießt deutsche Technik auch in Minsk einen guten Ruf. So war es nur eine Frage der Zeit, bis man sich Know-How aus Deutschland holte.
Der erste Kontakt bestand mit der Firma Huning Umwelttechnik aus Melle. Doch, auch wenn Huning in Sachen Sieben und Mischen im Recycling auf exzellente Referenzen verweisen kann, für diese spezielle Anwendung musste Ansprechpartner Bernd Hüpohl passen. Gemeinsam mit Dellschau Solid konnte dennoch eine Anlage entwickelt werden, die für diesen Einsatz ideal geeignet ist.
Erste Vorversuche führten beide Firmen erfolgreich in Deutschland durch, sodass Minsk Celenstroy Production die Anlage im November 2007 orderte. Dellschau stellte die Maschine dann Ende März 2008 vor Ort auf. Sie konnte innerhalb von drei Tagen in Betrieb genommen werden und läuft seitdem ohne Probleme.
Die Maschine erzeugt rund 150 Tonnen Fertigprodukt in der Stunde, ein spezielles Bunkersystem sorgt dafür, dass Torf, Sand und Lehmboden immer im exakten Verhältnis zugegeben werden können. Genau wie bei der Soilmix-Bodenaufbereitungsmaschine kann diese Anlage nach verschiedenen Rezepten Dünger oder andere Stoffe im Bereich zwischen 0,3 und 1,5 Massenprozent durch zwei Zellradschleusen zugeben und einmischen. Das fertige Produkt befördert ein teleskopierbares Abwurfband auf die Halde, Strom liefert ein Generator von Caterpillar mit 165kvA. Eine Thermo Electron Bandwaage sorgt dafür, dass die Rezepturen stimmen, während Trommelmotoren der
Firma Van der Graaf die Anlage in Bewegung bringen.
Robert Dellschau ist nicht nur vom fertigen Produkt begeistert. Er weiß auch, dass es ohne die verschiedenen Partner nicht zu realisieren gewesen wäre.
"Wir haben viel Hilfe erfahren, sowohl von unseren Lieferanten als auch von den sehr kompetenten Dienstleistern vor Ort in Weißrussland. So erledigt zum Beispiel Caterpillar Minsk für uns den Service. Es war und ist eine vertrauensvolle und fruchtbare Zusammenarbeit. Dafür sind wir sehr dankbar.", so Dellschau.
Auch Bernd Hüpohl von der Huning Umwelttechnik ist vom Projektverlauf angetan. "Allein hätten wir eine solche Anlage nicht liefern können. Doch gemeinsam mit Dellschau konnten wir eine Maschine realisieren, die weit mehr ist als die Summe ihrer Teile. Dass wir damit auch noch einen wertvollen Beitrag für die Lebensqualität der Bürger von Minsk leisten, macht uns doppelt stolz."
Wer übrigens meint, in Weißrussland sei man noch heute in tiefster Sowjet-Zeit steckengeblieben, irrt gewaltig. Minsk ist eine lebendige Metropole, die sich kaum von ihren westeuropäischen Schwestern unterscheidet.
Dort herrscht eine Aufbruchstimmung, die ihresgleichen sucht. Locker mischt sich hier Osteuropa mit dem Westen und dem Orient. Und Technik begleitet jeden in Minsk auf Schritt und Tritt, sei es durch Handyklingeln oder freies WLAN im Stadtgebiet.
Jetzt setzen auch die Mitarbeiter von Ihar Kushniarevitsch ein Stück mehr auf Hightech aus dem Westen. Und auch wenn die neue Maschine zunächst primär für den Einsatz als Bodenverbesserer für die Grünflächen dienen wird, sie kann noch anderen Zwecken dienen.
Ob Flüssig-, Bankett- oder Verfüllböden, stabilisierte und brennwertoptimierte Klärschlämme oder aufbereitete Schlämme aller Art, alle diese Werkstoffe können mit ihr erzeugt werden.
Die semi-mobile Anlage kann an unterschiedlichen Orten eingesetzt werden. So entfällt der aufwändige Transport des Bodens auf eine Deponie. Die Rüstzeit beträgt einen Tag und macht den mobilen Einsatz dadurch zu einer runden Sache.
Auch wenn der Boden in Minsk von sehr schlechter Qualität für Pflanzen ist, so dient er in Zukunft dennoch als Grundstoff für ein hochwertiges Substrat, das einen guten Nährboden abgeben wird. Damit dient auch er als wichtiger Rohstoff. Dass auch anderer Aushub durch die neue Anlage wertvoll werden kann, ist da nur ein weiterer Pluspunkt.
Ihar Kushniarevitsch jedenfalls wird seine deutschen Geschäftspartner weiterempfehlen, denn ihre Technologie hat ihn seinem Ziel ein Stückchen näher gebracht. Minsk wird bald sehr viel grüner sein.
Weitere Informationen gibt es unter Tel. 02238/942074 oder unter www.dellschau.de.











