(openPR) Im Zuge der Entstehung des maritimen Tourismus-Ressorts „Havenwelten“ sind zwischen der Geestemündung und Seebäderkaje in den nächsten Jahren weitere bauliche Veränderungen vorgesehen, welche höchstwahrscheinlich den Fortbestand des historischen Weserstrandbades gefährden.
Der Weserschwimmer Bremerhaven e.V. befürchtet nach wie vor, dass das künftig am Weserstrandbad ansässige Yachtkonstruktionsunternehmen judel/vrolijk & co. engineering GmbH einen Teil des Sandstrands unter Einbeziehung der historischen Umfassungsmauer des Weserbades bebauen und zudem einen Bootsanleger an der Weser errichten will. Bislang wurde dieser, vom Verein im vergangenen Jahr mehrfach öffentlich geäußerten Befürchtung nie widersprochen.
Im April tat Baustadtrat Volker Holm eine Anfrage von Harm Ahlers, 1. Vorsitzender des Weserschwimmer Bremerhaven e.V., schriftlich lediglich mit dem Kommentar „dem Unterzeichner nicht bekannt“ ab. Andere Anfragen von Ahlers beim Hansestadt Bremischen Hafenamt wurden ähnlich nichtssagend beantwortet. In der Vergangenheit gab es in dieser Sache schon mehrere fruchtlose Anfragen der Stadtverordnetenfraktionen Bündnis90/DieGrünen und FDP.
Der Magistrat der Stadt Bremerhaven und das Hansestadt Bremische Hafenamt, die für diesen Bereich gemeinsam zuständig sind, behandeln das Schicksal des Weserstrandbades offensichtlich als Geheimsache, eine öffentliche Diskussion scheint unerwünscht. Ahlers: „Somit ist davon auszugehen, dass der öffentliche Strand durch allmähliche Verkleinerung sowie Einrichtung einer Bootsanlegestelle mittelfristig geopfert werden soll.“
Nicht zuletzt aus sozialpolitischen Gründen setzt sich der Weserschwimmer Bremerhaven e.V. nachhaltig für die Erhaltung und Pflege des ortsgeschichtlich bedeutenden Bereichs, bestehend aus dem Sandstrand, Wasserstandsanzeiger und Weserbadinnenhof mit historischer Umfassungsmauer sowie der denkmalgeschützten Geestenordmole, ein.
Der Schwimmverein lehnt eine maritime Nutzung des Weserstrandbades im Sinne der „Havenwelten“ ab und fordert stattdessen eine Aufwertung des Areals insbesondere durch Aufhebung des Weserbadeverbotes. Das beim Bremer Verwaltungsgericht eingereichte Klageverfahren bezüglich der umstrittenen Weserbadetage dauert an.










