(openPR) Das Leipziger Architekturbüro bhss-architekten stellt vom 26. Mai bis zum 18. Juli 2008 ausgewählte Projekte im Rahmen der Glashausreihe für junge Architekten im Deutschen Architektur Zentrum DAZ vor. Bhss zählt zu den erfolgreichsten jungen Architekturbüros Ostdeutschlands und hat hier auch
Bauten wie das Sächsische Blindenzentrum Chemnitz (2007), die Ostdeutsche Sparkassenakademie (2001) und das Campus-Center Breitenbrunn (2007) realisiert. Derzeit arbeitet das Büro u. a. maßgeblich an der Gestaltung von Solar Valley Mitteldeutschland, wo eines der größten Zentren der Solarindustrie Europas entsteht. Die Arbeit von bhss-architekten reicht hier von Masterplanstudien über Bauten für die Infrastruktur (Brücke, Checkpoint, Shuttle-Stationen), dem Bau des Verwaltungs- und Entwicklungszentrums bis hin zur Entwicklung von blueprints, der Planung und dem Bau von Prototypen, die später weltweit kopiert werden sollen.
Die Ausstellungsfläche im DAZ-Glashaus begreifen bhss-architekten, als Raum zwischen Innen und Außen, zwischen Gedachtem und Gebautem, zwischen Baustoff und Kunst.“ Für das GLASHAUS_08 haben sie den Untertitel „thing XPS“ gewählt. „thing“ steht für den „Ort des Verhandelns“ und damit für die Arbeitsweise der Architekten, die ihre Entscheidungen gemeinsam im ergebnisoffenen Gespräch herbeiführen, also verhandeln. „XPS“ ist die Bezeichnung eines Schaumstoffes, der als Modellbaumaterial durch Maßstabsveränderung zum Entwurfsmedium und Informationsträger aufgeladen wird. Durch ein Band, das im Glashaus installiert wird, entsteht thing XPS, das den Raum mit der Arbeitsweise von bhss-architekten verknüpft und zum Passepartout für die Präsentation ausgewählter Projekte wird. GLASHAUS_08 eröffnet am 23. Mai 2008 um 19 Uhr in Anwesenheit der Architekten. Die DAZ-Glashaus-Reihe, wird vom Bund Deutscher Architekten BDA sowie von Berker, Grohe, PUK-Werke und Trilux unterstützt.
Der Name bhss-architekten steht weder für ein Mastermind noch für ein Programm, sondern setzt sich aus den Namen der vier Partner Heiko Behnisch (1965), Stefan Hermus (1964), Michael Schinko (1962) und Uwe Schumann (1961) zusammen. Seit der Gründung des Büros im Jahr 1993 arbeitet jeder der Partner gleichberechtigt und übernimmt eigene Projekte – oftmals vom Entwurf bis zum Bauen. Dennoch ist das Kommunikative eine wesentliche Grundlage der Arbeit. Die Mitarbeiter sind ArchitektInnen – es gibt weder ZeichnerInnen noch SekretärInnen. Bewusst wird auf klassische Strukturen oder auch Hierarchien verzichtet. Jeder Mitarbeiter entwirft, layoutet, plant und koordiniert. In dem Großraumbüro ohne jegliche Abtrennung wird gezeichnet, Modell gebaut und auch verhandelt. Obwohl die einzelnen Projekte individuell geprägt sind, sind sie ablesbar miteinander verknüpft. Die Ausstellung dokumentiert diese offene Arbeitsweise und zeigt die Beziehungen auf. Konsequenterweise wird kein Einzelprojekt, sondern eine Auswahl von Bauten und Wettbewerben gezeigt.




