(openPR) Stähler zeigt sich mit seiner Werkgruppe `From Now To There´´ als ein Meister der Symbolisierung von Erinnerung. Unschärfen und Konturen auf den von hinten angeleuchteten Portraits verschwimmen im Licht ihrer Inszenierung. Seine Bildnisse wirken auf unbestimmte Weise mehrdimensional. Der Betrachter ist versucht, den durch ungleichen Lichteinfall entstehenden Unschärfen eine Bedeutung zu verleihen. So deuten sie doch durch ihre Flächigkeit auf den Prozess des Verschwindens hin. Gleichzeitig suggerieren Stählers Portraits mit ihrer malerischen Wirkung eine Wahrhaftigkeit, die sie schwer fassbar macht gerade durch die Nähe zum Medium der Malerei und der Installation. Der Realitätswert des Fotos gewinnt auch durch das Fragmentarische der Struktur und seine Tiefenwirkung an Dynamik. Eine Narration an einen Unbekannten wird angestoßen und verläuft letztlich ins Unendliche des Lichts.
Als einen energetischen Zustand von Existenz bewahrt Stähler die Erinnerung seiner Protagonisten. Das Licht taucht sie in eine Schwebe und verleiht ihnen einen ambivalenten Habitus. Auf impressionistische Weise bewahrt er seinen Figuren eine Lebendigkeit, welche durch das Hin- und Herschwanken zwischen jenseitiger Beleuchtung und diesseitigem Verblassen entsteht.
Vernissage: Freitag, der 2.05.2008 um 20h
Ausstellungsdauer: 3.04.- 19.05.2008
Öffnungszeiten: Mi-Sa 14-19h
Galerie des SCALA e.V.
Ulf Saupe und Uwe Goldenstein
Friedrichstrasse 112 B
10117 Berlin











