(openPR) Galerie SCALA und Galerie Mehdi Chouakri sind erfreut, den holländischen Künstler Rob Scholte mit seiner Installation Lucifer in Paradise in Berlin zeigen zu können.
Scholte, der in den 90iger Jahren, im Himmelssturm zu Ruhm und Erfolg empor stieg, zeigte auf der Documenta 8 sowie auf der Venedig Biennale (1990) als Vertreter der Niederlande seine Arbeiten. Im letzten Herbst war die Ausstellung Embroidery, eine Serie aus Stickbildern, bei Mehdi Chouakri zu sehen. Als neokonzeptueller Künstler bewegt sich Rob Scholte noch immer auf der Bühne der ästhetischen Dramaturgie.
Die in SCALA gezeigte Installation Lucifer in Paradise ist eine Streichholzlandschaft, in welcher sich aufgetürmte Streichholzberge durch die Galerie ziehen. Von den Wänden leuchten farbige Collagen aus Streichholzschachteln in verschiedenen Formaten. Unzählige banale Motive aus Werbung, Tierreich, Gastronomie oder Schauspielerei schmücken die kleinen Schachteln, die in sorgfältiger Manier aufgeklebt wurden. Das Streichholz als Vertreter einer aussterbenden Art erzählt mit seiner Verpackung von Orten und Geschehnissen aus dem vergangenen Jahrhundert.
Schon in früher Jugend fing Rob Scholte an, ein riesiges Archiv von Reproduktionen zusammenzutragen. Heute als Künstler dient ihm dieses katalogisierte Sammelsorium als Fundus, um Bedeutungsinhalte neu zu generieren und um Neues entstehen zu lassen. Die Clichés; Bilder und Gegenstände, die Scholte benutzt, sind jene, die uns immer wieder im Alltag begegnen. Manche dienen als Vorlage für ein Gemälde, andere werden wie in der Installation Lucifer in Paradise direkt verwendet.
Eine Unterscheidung zwischen Kitsch und Kunst gibt es in Scholtes Augen nicht. In unserer medialen bilddurchfluteten Welt geht es einzig und allein um das Material. - Es geht ums Bild. - Diese überprüft er, stellt Fragen über deren Bedeutung, prüft sie auf ihren Wesensgehalt und bringt sie in neue Zusammenhänge um Unsichtbares sichtbar zu machen. Scholte gelingt es immer wieder, uns die Macht der Bilder vor Augen zu führen.













