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Atomenergie schützt uns nicht vorm Klimawandel oder einer Energiekrise

22.04.200811:02 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) Am 26.4.2008 jährt sich die Tschernobyl-Katastrophe zum 22. Mal. Der Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI) weist anlässlich des denkwürdigen Jahrestages darauf hin, dass Atomenergie kein Rezept gegen Klimawandel und Energiekrise ist. Der Verein, der seit Jahren strahlengeschädigten Kindern in Weißrussland hilft, betont, dass Atomenergie eine endliche Ressource mit schlechter CO2-Bilanz und keineswegs sicher oder ungefährlich ist, wie dies von der Energiewirtschaft behauptet wird.



Uran ist – genau wie Erdöl und Erdgas – eine endliche Ressource. Die aktuell 439 Atomkraftwerke (AKW) tragen kaum 3% zur weltweiten Energieversorgung bei. Eine Laufzeitverlängerung würde diesen Anteil nicht erhöhen. Auch der Neubau hunderter Atomkraftwerke würde wegen langer Genehmigungs- und Bauzeiten und einer ungesicherten Finanzierung die Energiekrise nicht lösen können. Ebenso ist die Gewinnung von Kernenergie keineswegs CO2-neutral. AKWs bedürfen einer massiven Kühlung, die dadurch freigesetzten erheblichen Wärmeemissionen schädigen massiv die Ökosysteme der Gewässer, an denen sie gebaut sind. Die CO2-Bilanz von AKWs ist somit schlechter als jene von Windkraftanlagen. Zur Lösung der Energiekrise und Rettung des Klimas gibt es nur einen sinnvollen Weg: Klimaneutrale erneuerbare Energien. Viele Studien beweisen, dass bis 2050 die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien möglich ist.

André Schwartz, Geschäftsführer von SODI, weist besonders auf die Gefährlichkeit von Atomenergie hin: "Die "sichere Kernkraft" war, ist und bleibt eine Illusion. Die künstlichen Radionuklide in Kernkraftwerken haben eine große physikalische Halbwertzeit und sind daher besonders gefährlich." Die gravierenden Folgen des bereits 22 Jahre zurückliegenden Super-Gaus von Tschernobyl sind noch immer nicht überwunden. 2,2 Millionen Weißrussen, darunter 500 000 Kinder, sind durch den Reaktorunfall strahlengeschädigt. "Die langjährige Einwirkung niedriger Strahlendosen von Cäsium 137 über den ständigen Verzehr von radioaktiv verseuchten Lebensmitteln wirkt sich dramatisch auf die Gesundheit der Bewohner Weißrusslands aus", stellt André Schwartz fest. Typische Erkrankungen von Kindern sind Schilddrüsenfunktionsstörungen, Magendarmerkrankungen und Immunschwäche. Seit 1996 ermöglicht SODI mit Spenden das Projekt "Tschernobyl-Kinder nicht vergessen". Über 5000 strahlengeschädigten Kindern in Weißrussland konnten bereits mit Kur- und Genesungsaufenthalte geholfen werden.

Die Internationale Föderation der Gesellschaften vom Roten Kreuz und Roten Halbmond stellen in einer Erklärung fest, dass der Höhepunkt der Erkrankungen an Schilddrüsenkrebs, welcher auf den Tschernobyl-Super-Gau zurückzuführen ist, erst in den Jahren 2006 bis 2020 zu erwarten ist. Forschungsergebnisse der Russischen Akademie der Wissenschaften nennen für Weißrussland, die Ukraine und Russland 270 000 zusätzliche Krebserkrankungen, von denen voraussichtlich 93 000 tödlich enden werden. SODI setzt daher die Hilfe für Tschernobylgeschädigte Kinder weiter fort.
Der aktuelle Atomkraftwerkunfall im Nordosten Spaniens sowie die KIKK-Studie, die feststellt, je näher ein Kind an einem AKW wohnt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, sind weitere Argumente für ein Festhalten am vereinbarten Atomausstiegs Deutschlands.

Für das SODI-Projekt können Spenden unter dem Kennwort „Tschernobyl-Kinder“ auf das SODI-Spendenkonto 10 20 100 bei der Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 100 205 00 getätigt werden.

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