(openPR) Mitgliederversammlung des Verbandes Deutscher Mühlen – Bedeutende Branche schafft mit 6,2 Mio. Tonnen Mehl jährlich Ernährungsgrundlage für „tägliches Brot“
Bamberg/Bonn, 21. April 2008 – Es ist täglich in aller Munde, doch kaum einer redet darüber: Mehl. Aktuelle Entwicklungen rund um das Nahrungsmittel diskutiert der Verband Deutscher Mühlen e.V. (VDM) am 26. April auf seiner Mitgliederversammlung in Bamberg. Die Müller setzen sich im Rahmen eines Vortrags von Prof. Heinrich Oberreuter, Politikwissenschaftler an der Universität Passau, mit irrationalen Ängsten der Verbraucher bezüglich Lebensmitteln auseinander. Daneben stehen zukunftsweisende Themen der Mühlenbranche auf der Tagesordnung und es werden zwei Nachwuchskräfte geehrt, die bundesweit die besten Gesellenprüfungen zum „Verfahrenstechnologen in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft“ abgelegt haben.
„Als bundesweiter Mühlenverband legen wir besonderen Wert darauf, in den Regionen Präsenz zu zeigen“, begründet VDM-Hauptgeschäftsführer Manfred Weizbauer den Tagungsort Bamberg. „Wir sind dort, wo unsere Mitglieder sind – dieses Jahr erfreulicherweise in der UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Bamberg.“ Die aktuelle Debatte zur Agroenergie, der Nutzung von Nahrungsmitteln zur Energiegewinnung, ist auch für die Mühlen als wichtigste Getreideverarbeiter ein zentrales Thema. Der VDM erteilt der Nutzung von Getreide als Energierohstoff eine klare Absage: „Die hohen Subventionen für Agrokraftstoff-Technologien haben zur Preissteigerung bei Lebensmitteln beigetragen. Wir müssen die energetische Verwertung von agrarischen Reststoffen vorantreiben und in ökonomisch sinnvolle Zukunftstechnologien investieren“, bezieht VDM-Vorstandsvorsitzender Hans-Christoph Er-ling Position. Dementsprechend begrüßt der VDM die Entscheidung von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, die Biosprit-Verordnung zu stoppen. Die derzeitige Förderung der Agrokraftstoffe wird weder gesamtwirtschaftlichen noch klimaschutzpolitischen Zielen gerecht. Neben der Nutzung von Getreide als Agroenergie sind die wachsende Weltbevölkerung, sich wandelnde Ernährungsgewohn-heiten in den Schwellenländern und niedrige Erntemengen dafür verantwortlich, dass sich die Getreidepreise binnen Jahresfrist mehr als verdoppelt haben.













