(openPR) KÖLN - Der Ärger um die Rabattverträge geht weiter: Auch wenn die jüngsten Rabattverträge vor Gericht vorläufig gescheitert sind, haben mehrere AOK-Landesverbände zum 1. April Sortimentsrabattverträge auf Arzneimittel abgeschlossen. Jetzt wird Protest laut: Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BPI) und der Deutsche Generikaverband kritisieren das Vorgehen der AOK scharf. Die AOK dagegen wäscht ihre Hände in Unschuld. Die GesundheitsNachrichten sprachen mit Henning Fahrenkamp, dem Hauptgeschäftsführer des BPI.
„Hier wird in fast schon konspirativer Weise geltendes Recht ausgehebelt, in der Hoffnung, keiner merkt es“, macht Fahrenkamp gegenüber den GesundheitsNachrichten seinem Ärger Luft. Er wirft der AOK vor, den Grundsatz der Gleichbehandlung zu missachten. Die Verträge seien ohne vorherige Interessensbekundung und Ausschreibungen zustande gekommen und wirkten sich vor allem zu Lasten kleiner Unternehmen aus. Deshalb fordert er in einem Schreiben an die Landesaufsichtbehörden, „aufsichtsbehördlich gegen diese eklatante Rechtsverletzung einzuschreiten“ und „die Portfolioverträge zu untersagen“.
Auch der Deutsche Generikaverband bemängelt fehlende Transparenz und fordert, das „Experiment Rabattverträge“ sofort zu stoppen. Der „Angeklagte“ – die AOK – dagegen beharrt darauf, dass alle neuen Verträge in wesentlichen Punkten den bislang juristisch nicht beanstandeten Verträgen der Ersatzkrankenkassen entsprächen.
Die GesundheitsNachrichten sind der erste Informationsdienst für die gesamte Gesundheitswirtschaft mit tagesaktuellen Nachrichten und Hintergrundberichten aus allen Bereichen des Gesundheitswesens. Herausgegeben werden die GesundheitsNachrichten von der ehemaligen Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer, Prof. Jörg Debatin, dem Vorstandsvorsitzenden des UKE Hamburg und dem Verleger Dr. Hans Biermann. Die aktuelle Print-Ausgabe erscheint am 24. April.
Mehr Informationen zu den Rabattverträgen, ihren Befürwortern und Gegnern erhalten Sie unter www.gesundheitsnachrichten.net.








