(openPR) Der ehemalige internationale Schiedsrichter und heutige Castrol-Botschafter Pierluigi Collina erläuterte bei seinem Besuch auf der portugiesischen MotoGP in Estoril, wie Statistiken aus dem Motorsport das System des Castrol Performance Index beeinflussen.
Der in Bologna geborene Collina, der mit 17 Jahren "zufällig" Schiedsrichter wurde, um dann 2002 das WM-Finale zu pfeifen – hat an der Entwicklung des innovativen Castrol-Systems zur Spieleranalyse mitgewirkt, das bei der Europameisterschaft zum Einsatz kommen wird. Die Verbindung zum Motorsport ist offensichtlich.
"Wenn man sich mit dem Team von MotoGP unterhält und das Team bei der Erfassung und Analyse von Daten beobachtet, wird deutlich, wie die Statistiken dazu beitragen, die Leistungen ständig zu verbessern", so Collina zu castrolindex.com. "Als Schiedsrichter habe ich immer mir erst die Statistik der beiden Mannschaften, die ich pfeifen sollte, genau angesehen." Nach dem Spiel habe ich mir die Daten noch einmal angesehen, um zu sehen, wo und wie ich mich weiter verbessern könnte. Im CPI kommen Statistikdaten zum Einsatz, die den Fußballfans bisher noch nie gezeigt wurden. Anhand einfach verständlicher Grafiken und Tabellen möchte Castrol den Fans objektive Analysen zur Verfügung stellen, die ihnen dabei helfen sollen, das Spiel noch besser zu verstehen."
VORBEREITUNG IST ALLES
Dem 48-jährigen Ex-Schiedsrichter standen in seiner aktiven Zeit nicht immer die Statistiken zur Verfügung, die im modernen Fußball normal sind. Doch er ist zuversichtlich, dass die Schiedsrichter diesen Sommer den vollen Nutzen aus solchen Statistiken werden ziehen können. "Früher reichte es aus, mitzurennen und die Regeln zu kennen", so Collina. "Heute muss ein Schiedsrichter so viel Informationen wie möglich sammeln, wenn er sich auf ein Spiel vorbereitet. Die Spielart der Mannschaften, die eingesetzte Spieltaktik,, die technischen Fähigkeiten der Spieler und das Spielverhalten der Spieler – solche Kenntnisse helfen dabei, das Überraschungsmoment zu verringern, das die Leistung eines Schiedsrichters negativ beeinflussen kann." Collina betont jedoch, dass ein Schiedsrichter seine Entscheidungen nicht ohne Überlegung trifft, nur weil er gut informiert ist: "Nur weil man weiß, wie ein Spieler sich auf dem Platz verhält, bedeutet das nicht, dass man ihm gegenüber voreingenommen ist."
MEHR RESPEKT, BITTE
Ein unvoreingenommener, tatsächlich unparteiischer Schiedsrichter spielt eine wesentliche Rolle beim Aufbau von gegenseitigem Respekt zwischen Spielern und Schiedsrichtern, und Collina hofft, dass die Castrol-Statistiken bei der WM in Österreich und der Schweiz ebenfalls ihren Teil dazu beitragen können. "Respekt ist das A und O bei der Euro 2008", so der Italiener. "Und das in vielerlei Hinsicht – das gilt für den Gegner, für sich selbst, für die Fans. Ein Schiedsrichter sollte nicht deshalb akzeptiert werden, weil er Schiedsrichter ist, sondern weil die Spieler ihm vertrauen. Das bedeutet, dass der Schiedsrichter – genau wie die Spieler auch – das Recht haben sollte, Fehler zu machen.
"Auch zwischen den beiden Mannschaften auf dem Platz muss Respekt herrschen", so Collina zum Abschluss. "Keiner konnte bisher vergessen, was [dem verletzten kroatischen Stürmer] Eduardo passierte. So etwas [wie dieser Zweikampf] darf einfach nicht passieren." Respekt für die Spieler der gegnerischen Mannschaft bedeutet auch, keine Schwalben zu produzieren – auf diese Weise einen Elfmeter zu schinden, heißt, den Schiedsrichter reingelegt zu haben. Es muss also Respekt für den Schiedsrichter geben und die Schauspielerei auf dem Platz muss aufhören."
(http://euro2008data.castrolindex.com/?language=de)
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