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Beschämend und ausgesprochen peinlich - Die Deutsche Bahn im Umgang mit dem Zug der Erinnerung

12.04.200813:27 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Beschämend und ausgesprochen peinlich - Die Deutsche Bahn im Umgang mit dem Zug der Erinnerung
Bundesverband und politisch-kulturelle Interessensvertretung der Jenischen Minderheit in Deutschland e.V.
Bundesverband und politisch-kulturelle Interessensvertretung der Jenischen Minderheit in Deutschland e.V.

(openPR) Die “Deutsche Reichsbahn” spielte während der NS-Zeit eine entscheidende Rolle bei der Deportation von Millionen Juden, Jenischen, Roma, Sinti und politischen Gefangenen des NS-Regimes in die Konzentrations - und Vernichtungslagern des Dritten Reiches. Das Reichsverkehrsministerium entschied über die Bereitstellung der Züge und die “Logistikspezialisten” der Deutschen Reichsbahn erstellten den Plan für die Deportationen in die Vernichtungslager und machten damit den Holocaust, in diesem Ausmaß, überhaupt erst möglich.



Der Verein “Zug der Erinnerung” hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen die in die Vernichtungslager deportiert wurden, dem Vergessen zu entreißen. Seit dem 8. November 2007 fährt ein Zug mit Stopps in über 30 Städten die Deportationsroute in Richtung Auschwitz entlang. Fotos, Film- und Videosequenzen von Überlebenden berichten von der Zustellung der Bescheide, beschreiben den Weg zu den Lagern, erzählen von den Transporten, aber auch die Täter werden in den Fokus gerückt, die in der Nachkriegszeit Karriere bei der Bahn machten - Die “Deutsche Bahn AG”, als historische Erbin der “Reichsbahn”, verlangt hohe Summen, damit der „Zug der Erinnerung“ das deutsche Schienennetz benutzen darf (Trassengebühren). Für den Zugang zur Ausstellung über die deportierten Kinder auf den deutschen Bahnhöfen sollen weitere Gelder an die Bahn AG gezahlt werden (Stationsgebühren). Schließlich stellt das Unternehmen tausende Euro für die Beleuchtung der letzten Fotos und Briefe der Kinder in Rechnung, die im „Zug der Erinnerung“ zu sehen sind (Anschlussgebühren). Die Kosten für die gesamte Strecken betragen 250.000 € und diese sollen durch Spenden gegenfinanziert werden, so die Bahn und das Bundesverkehrsministerium, und lehnen einen Erlass dieser Forderungen ab. Die historischen Erben der staatlichen Täter lehnen jede finanzielle Unterstützung kategorisch ab.

Dies erinnert in der Tat an die Tatsache das die damals deportierten, bis auf die Kinder, die Kosten für Ihre Deportation ausschliesselich selbst tragen mussten und somit die Deportationen für die Reichsbahn zu einem richtig guten Geschäft machten! Ohne an die, leider doch wahren, Vorwürfe welche diesbezüglich in der jüngsten Vergangenheit erhoben wurden anknüpfen zu wollen fordert der Bundesrat der Jenischen Deutschlands im J/B/i/D e.V. die Deutsche Bahn auf dem Verein Zug der Erinnerung alle Kosten zu erlassen und damit Ihrer historischen Verantwortung den vielen Opfern dieser Zeit gegenüber wenigstens noch zum Teil gerecht zu werden, insbesondere der Verantworung gegenüber den vielen Kindern die durch die tatkräftige Mithilfe ihres Rechtsvorläufers unendliches Leid erfahren mussten! Es ist beschämend und ausgesprochen peinlich in welch verwerflicher Art und Weise sich die Deutsch Bahn hier als Ideologischer Nachfolger de Reichsbahn zu erkennen gib und sich nicht, wie eigentlich zu erwarten gewesen wäre, durch die uneingeschränkte Unterstützung eines solch lobenswerten Projektes klar und deutlich gegen diese Menschenverachtende Politik der NS-Verbrecher, bzw. die doch sehr engagierte Unterstützung der Reichsbahn für diese damalige Politik ausspricht. Schade …

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