(openPR) Seit Anfang März verbringt der renommierte japanische Ingenieurwissenschaftler Professor Isamu Miyamoto vom Institut für Fügetechnik und Schweißforschung der Universität Osaka einen dreimonatigen Forschungsaufenthalt an der Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies (SAOT). Lokaler Gastgeber ist das Bayerische Laserzentrum (BLZ) in Erlangen, ein wichtiger industrieller Kooperationspartner der SAOT, einer der beiden Exzellenzeinrichtungen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. In enger Zusammenarbeit mit BLZ, SAOT und dem Lehrstuhl für Fertigungstechnologie (LFT), welcher innerhalb der SAOT die laseroptische Materialbearbeitung repräsentiert, untersucht Professor Miyamoto das Wärmeleitungsschweißen von Glasmaterialien mit ultrakurzen Laserpulsen. Die Bündelung der Kernkompetenzen der beteiligten Institutionen garantiert für die Universität und das BLZ einen erfolgreichen Aufenthalt des Gastwissenschaftlers, sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus anwendungsorientierter und industrieller Sicht.
Das Besondere an dem von Prof. Miyamoto untersuchten Verfahren ist, dass es sich tatsächlich ausschließlich mit Ultrakurzpulslasern realisieren lässt, da nur durch den besonderen Interaktionsmechanismus dieses Lasertyps mit dem Material eine gezielte Aufschmelzung an der Grenzfläche ohne Beschädigung der Oberfläche erreicht wird. Gleichzeitig können höchste Vorschubgeschwindigkeiten realisiert werden. Anwendungsgebiete sind in der Medizintechnik und Biotechnologie oder auch in der Optikherstellung und Kommunikationstechnik zu sehen.
Von der Zusammenarbeit mit den Erlanger Forschern erwartet sich der japanische Wissenschaftler nicht nur einen reichhaltigen Gedankenaustausch: Die experimentellen Untersuchungen können wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der neuartigen Glasverbindungstechnik liefern. Aber auch die Erlanger Mitarbeiter profitieren von den Erfahrungen Miyamotos und werden einige Ergebnisse auf ihre eigene Arbeit übertragen können.
Bis Ende Mai besucht Professor Miyamoto außerdem weitere Firmen und Forschungsinstitute
in Deutschland, Finnland und der Schweiz, um an verschiedenen Lasersystemen zusätzliche Grundlagenversuche durchzuführen. Auch der nächste Aufenthalt des Wissenschaftlers in Erlangen ist bereits geplant: Im September wird er erneut die SAOT beehren, um hier die gewonnenen Erkenntnisse anhand anwendungsrelevanter Fragestellungen zu vertiefen.











