(openPR) Kapitalanleger sollten angesichts der hohen Zahl zweifelhafter Anlageprodukte vorsichtig agieren, um nicht statt einer Sicherung oder Mehrung des eigenen Vermögens einen Vermögensverlust zu erzielen.
Dabei gibt es verschiedene Punkte, die bei problematischen Anlagen immer wieder auffallen. Zweifelhaft ist sicherlich, wenn der Anleger durch einen unbekannten Dritten unaufgefordert angerufen wird, und ein Geschäft angeboten bekommt. Die Anleger sollten hier immer einen Vergleich mit dem eigenen Verhalten bei Erwerb eines teuren Verbrauchsgutes heranziehen, wie einem PKW-Kauf. Einen PKW fährt man Probe. Eine extrem teure Reise möchte man vorher ausführlich erklärt haben. Eine Ausnahme gilt lediglich bei Verbrauchern, die auch im mehrstelligen Euro-Bereich bei Ausgaben nicht großartig kalkulieren müssen. Diese Leute haben jedoch zumeist Unterhändler, die knallhart verhandeln und Produkte auf Herz und Nieren prüfen. Auch weit über dem Marktüblichen liegende Renditeversprechen können einen Hinweis auf unseriöse Angebote geben. Je höher die versprochene Rendite ist, desto höher ist in der Regel auch das Risiko, dass der Anleger sein eingesetztes Kapital verlieren kann.
Wieso sollte einem Anleger ein ihm unbekannter Dritter eine absolut sichere Anlage mit Traumrenditen verkaufen. Eine solche Anlage würde der Dritte ohne Zweifel selbst zeichnen. Damit der Anleger seine Entscheidung nicht mehr weitergehend überdenkt oder prüfen lässt, drängen unseriöse Berater oft auf eine schnelle Entscheidung, da die Anlage sehr gefragt sei.
Die Anlage selbst wird hierbei nur unvollständig beschrieben und mit standardmäßigen Verkäufertricks umworben, ohne das Konzept plausibel zu erklären. Wenn der Anleger das Konzept nicht einmal ansatzweise nachvollziehen kann, sollte er keinen hohen Geldbetrag investieren. Zumindest sollte der Anleger ausreichend Gelegenheit erhalten haben, den vollständigen Emissionsprospekt zu lesen und sich nötigenfalls hierzu beraten zu lassen. Ein Emissionsprospekt ist im Übrigen eher ein kleines Buch, als ein kurzer Prospektflyer. Bei jeder Anlage sollten sich Anleger über die rechtlichen Möglichkeiten bei Scheitern Gedanken machen. Ist das Geld in das Ausland überwiesen worden, wird die Rechtsverfolgung durchaus schwierig. Teilweise werden Rechtshilfeersuchen überhaupt nicht geleistet. Anleger sollten sich daher bereits zu Hause Gedanken über Ihre Anlageziele machen. Der Anlagezweck und die verfügbaren Ersparnisse bestimmen die Anlagestrategie. Wichtig ist auch eine sorgfältige Dokumentation des Geschäfts für den Fall, dass später Probleme auftreten. Offene Punkte oder besonders wichtige Auskünfte sollten sie sich im Zweifel schriftlich bestätigen lassen.










