(openPR) Mit zwei grandiosen Konzerten erlebte das Internationale Musikfestival Heidelberger Frühling am vergangenen Wochenende seinen gelungenen Start: Das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg gestaltete am Samstag, 29. März mit Solist Till Fellner unter Anu Tali die feierliche Eröffnung, tags darauf setzte der junge Pole Rafal Blechacz mit einem erstklassigen Klavierabend Akzente. Vom 3. bis 6. April steht bereits einer der Höhepunkte des Festivals an: Das „Heidelberger Atelier“. Komponist Matthias Pinscher übernimmt, wie schon im vergangenen Jahr, die künstlerische Leitung.
Das „Heidelberger Atelier“ ist die Veranstaltungsreihe des Heidelberger Frühlings für Neue Musik. Neben der Förderung junger Komponisten durch Kompositionsaufträge, Workshops, Komponistenwerkstätten und -gespräche steht hier – ganz im Zeichen der Alten Universitätsstadt - die Musikvermittlung mit offenen Proben, Lecture Recitals und Konzerteinführungen im Mittelpunkt. Der Schwerpunkt der Werkauswahl liegt dabei auf der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, kontrastiert und kombiniert mit Werken der Klassik und Romantik. In diesem Jahr stehen neben der Förderung junger Komponisten die beiden öffentlichen Leseproben aktueller Kammermusikwerke im Zentrum. Dazu wurden sechs Kompositionen viel versprechender Nachwuchskünstler nach einer europaweiten Ausschreibung ausgewählt, die dann im Dialog von Ausführenden, Komponisten und Publikum erarbeitet werden. Neben Matthias Pintscher werden auch seine Schweizer Kollegen Beat Furrer und Michael Jarrell ihre künstlerische Erfahrung in das Gespräch einbringen. Furrer und Jarrell sind es auch, denen der zweite Schwerpunkt des „Ateliers“ gilt. Die beiden renommierten Komponisten werden eigene Werke im Dialog mit Matthias Pintscher vorstellen und erörtern, bevor diese komplett erklingen. Abgerundet werden die „Atelier“-Tage jeweils durch Konzerte, in denen Werke Schuberts und der Zweiten Wiener Schule Kompositionen von Matthias Pintscher gegenüberstehen. Den krönenden Abschluss bildet am Sonntag die Aufführung von Schuberts Oktett zusammen mit den sechs zuvor erarbeiteten „Nachwuchs“-Kompositionen.
Zu den Teilnehmern des „Heidelberger Atelier“ 2008 zählen neben Matthias Pintscher und Erik Nielsen (musikalische Leitung) u. a. Alexandre Tharaud (Klavier), Jean-Guihen Queyras (Violoncello), Geneviève Strosser (Viola), das Asasello Quartett und Ernesto Molinari (Klarinette).
Heidelberger Atelier – Termine 3. bis 6. April:
3. April
19.30 Eröffnungskonzert, Festivalforum Alte PH Heidelberg
Matthias Pintscher: Sieben Bagatellen mit Apotheose der Glasharmonika für Bassklarinette in B (1993, rev. 2001)
Anton Webern: Drei kleine Stücke für Violoncello und Klavier op.11
Franz Schubert: Sonate für Arpeggione und Klavier a-Moll D 821 (Fassung für Violoncello und Klavier)
Franz Schubert: Sonatine für Violoncello und Klavier D 384
Arnold Schönberg: Kammersinfonie Nr.1 für fünfzehn Soloinstrumente op.9 u. a.
4. April
10.00 Öffentliche Leseprobe Komponistenwerkstatt Teil I, Festivalforum Alte PH Heidelberg
Evan Gardner (*1978): Automata (2007)
Samy Moussa (*1984): Kammerkonzert IV (2006)
Jue Wang (*1979): AI (Klaviertrio) (2003)
16.30 Komponisten im Dialog I, Festivalforum Alte PH Heidelberg
Michael Jarrell (*1958): Aus „Bebung für Klarinette und Violoncello“ (1995)
Michael Jarrell: …some leaves II… für Viola (1999)
Michael Jarrell: Zeitfragmente für Streichquartett (1998)
Michael Jarrell: Essaims-Cribles (1986/1988)
Michael Jarrell: Kammerballett fur Bassklarinette und Instrumentalensemble
19.30 Konzert 2, Festivalforum Alte PH Heidelberg
Matthias Pintscher (*1971): „nemeton“ für solo percussion (2007)
Franz Schubert (1797–1828): Klaviertrio Es-Dur D 929
Matthias Pintscher: „svelto“ für Violine, Violoncello und Klavier (2006)
Franz Schubert: Streichquintett C-Dur D 956
5. April
10.00 Öffentliche Leseprobe Komponistenwerkstatt Teil II, Festivalforum Alte PH Heidelberg
Oguz Usman (*1983): Reajustement für elf Instrumentalisten (2007)´
Vito Zuraj (*1979): Relief für Klarinette und Kammerensemble (2007)
Nina Senk (*1982): Quasso für Violine und Klavier (2007)
16.30 Komponisten im Dialog II, Festivalforum Alte PH Heidelberg
Beat Furrer (*1954): presto für Flöte und Klavier (1997)
Beat Furrer: lotofagos für Sopran solo und Kontrabass (2006)
Beat Furrer: apoklisis für zwei Bassklarinetten (2004)
Beat Furrer: aria für Sopran und sechs Instrumente (1999)
19.30 Konzert 3, Festivalforum Alte PH Heidelberg
Anton Webern (1883–1945): Fünf Sätze für Streichquartett op. 5 (1909)
François Couperin („Le Grand“, 1668–1733): Pièces de Clavecin (Auszüge)
Alban Berg (1885–1935): Vier Stücke für Klarinette und Klavier op. 5 (1913)
Richard Wagner (1813-1883): Siegfried-Idyll
und weitere Werke
6. April
11.30 Finale Heidelberger Atelier, Gesellschaftshaus der BASF AG Ludwighafen
Jue Wang (*1979): AI (2003)
Evan Gardner (*1978): Automata (2007)
Samy Moussa (*1984): Kammerkonzert IV (2006)
Nina Senk (*1982): Quasso für Violine und Klavier (2007)
Vito Zuraj (*1979): Relief für Klarinette und Kammerensemble (2007)
Oguz Usman (*1983): Réajustement für elf Instrumentalisten (2007)
Franz Schubert (1797-1828): Oktett für 2 Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass, Klarinette, Horn und Fagott F-Dur D 803
Soweit nicht anders angegeben finden alle Veranstaltungen im Festivalforum Alte PH Heidelberg, Keplerstr. 87 statt.
Preise „Heidelberger Atelier“:
· Je Konzert 20€ (im Preis enthalten sind die Tagesveranstaltungen des jeweiligen Tages)
· Tagesveranstaltungen ohne Konzert je 10€ pro Tag
· Heidelberger Atelier Pass (gültig für sämtliche Veranstaltungen des Heidelberger Atelier vom 3. bis 6. April): 60€






