(openPR) Immer wiederkehrende, chronische Nasennebenhöhlenentzündungen können jetzt mit einem neuen Verfahren, der „Biostatischen Siebbeinchirurgie“, behandelt werden. Das Verfahren wurde von Prof. Dr. Hans Behrbohm und seinen Mitarbeitern in der Park-Klinik Weißensee in Berlin entwickelt. Bisher wurden bei derartigen Operationen des Siebbeins, ein lufthaltiger Knochen zwischen Auge und Nase, indem fast alle Entzündungen der Kiefer- und Stirnhöhle entstehen, alle Zellen, auch die nützlichen, radikal entfernt. Bei der neuen biostatischen Siebbeinchirurgie wird erstmals sorgfältig zwischen den „tragenden Wänden“ und den verengenden und verzichtbaren Zellen im Siebbein unterschieden.
Nach der bisherigen radikalen Operationsmethode schrumpft das Siebbein, die wichtige Belüftung der Nebenhöhlen und der Sekretabfluss funktionieren nicht mehr und andauernde Beschwerden sind die Folge. Nach Prof. Behrbohms neuer Methode wird während einer kleinen endoskopischen Operation schonend die Statik des Siebbeins und der Sekretschleusen erhalten. Die Schleimhaut kann wieder ausheilen.
Prof. Behrbohm entwickelte die biostatische Siebbeinchirurgie als verfeinerte mikrochirurgische Technik aus bereits weltweit etablierten Methoden weiter. Sie wird in der Park-Klinik Weißensee zukünftig sowohl ambulant als auch stationär vorgenommen und ist sowohl bei leichten als auch komplizierten Fällen wirksam. Die Kosten für den Eingriff übernehmen die Krankenkassen.
Eine weitere neue Operationstechnik ist die „Ballon-Sinuplastik“. Sie wurde in den USA entwickelt und verwendet ein Verfahren aus der Herzchirurgie. Hierbei werden Engstellen und verstopfte Kanäle, die den Nasenraum mit den Nasennebenhöhlen verbinden, mit einem Katheder sondiert und danach mit einem Ballon gesprengt bzw. erweitert. Diese Technik ist eher für leichtere Fälle geeignet und kann ambulant durchgeführt werden. Nachteilig ist, dass während des Eingriffs keine optische Kontrolle des Operationsgebietes erfolgt und die Kosten der Behandlung, die bei 2000 € aufwärts liegen, von den Kassen bisher nicht übernommen werden.








