(openPR) Patienten müssen ihre Arzneimittel immer öfter selbst bezahlen!
Frankfurt am Main, den 25. März 2008
Mit zunehmender Besorgnis beobachtet die Deutsche Gesundheitshilfe die Folgen der Gesundheitsreform vom Januar 2004.
Wie sicherlich jeder schon leidvoll erfahren musste, werden seit diesem Datum so gut wie keine rezeptfreien Arzneimittel mehr von den Krankenkassen bezahlt.
Für gesetzlich Versicherte bedeutet dies nichts anderes, als dass eine qualitative Arzneimitteltherapie mehr und mehr vom eigenen Geldbeutel abhängig gemacht wird. Wer sich das nicht leisten kann, läuft Gefahr, keine optimale gesundheitliche Versorgung mehr zu erhalten.
„Ein Zustand“, so Patrick Heinz, Mitglied der Geschäftsleitung der Deutschen Gesundheitshilfe, „der für Patientinnen und Patienten nicht länger tragbar ist“.
Dies insbesondere, da die Herausnahme nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel aus der Erstattung lediglich aus Kostengründen - nämlich zur finanziellen Entlastung der Krankenkassen - und nicht etwa aufgrund mangelnder Wirksamkeit erfolgte. Im Gegenteil: rezeptfreie Arzneimittel gelten als sicher und gut verträglich.
Paradoxerweise ist es heute so, dass bei leichteren Gesundheitsstörungen ein rezeptfreies, wirksames und nebenwirkungsarmes Arzneimittel vom Arzt kaum mehr verordnet werden darf, während ein verschreibungspflichtiges mit mehr Nebenwirkungen (und damit womöglich größeren Belastungen für den Betroffenen) erstattet werden kann.
Wer soll das noch verstehen? Die Patientinnen und Patienten jedenfalls - die immerhin unser Gesundheitssystem finanzieren - nicht!
Die Deutsche Gesundheitshilfe warnt deshalb entschieden vor dieser weiteren Entwicklung in Richtung einer Mehr-Klassen-Medizin und fordert, dass rezeptfreie Arzneimittel wieder verstärkt von den gesetzlichen Krankenkassen getragen werden.
Ein sinnvoller Schritt könnte die flächendeckende Einführung attraktiver und für die Versicherten bezahlbarer Wahl- bzw. Zusatztarife sein.
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