(openPR) Musik für Kaiser Friedrich II. und seine Gäste
Oldenburg (CAB Artis) Seit gut einem Monat hält nunmehr Friedrich II., der berühmte mittelalterliche Stauferkaiser, im Norden Deutschlands Hof. Am 10. Februar 2008 eröffnete im Museum für Natur und Mensch in Oldenburg die große Niedersächsische Landesausstellung, die sich ganz dem legendären Herrscher und der Kunst und Kultur seiner Zeit widmet. Fast wie im Mittelalter strömen seither täglich die Besuchermassen heran, um dem Kaiser näher zu kommen.
Nun wird Friedrich II. eine besondere Ehre erwiesen und den Ausstellungsgästen gleichzeitig ein herausragender Kulturgenuss geboten. In zwei Konzerten erwacht die musikalische Klangwelt des Mittelalters wieder zum Leben: Am Samstag, den 5. April 2008 um 19.00 Uhr spielt das Quartett "Triskilian" im Schlosssaal des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte unter dem Titel "Begegnungen" auf historischen Instrumenten Musik des Mittelalters, darunter Nyckelharpa, Harfe oder Drehleier.
Inspirieren lässt sich das Ensemble durch König Alfons X. von Kastilien, der mit Friedrich II. verwandt war und einer seiner Nachfolger auf dem Thron des Heiligen Römischen Reiches wurde. An seinem Hofe in Spanien vereinte er die drei Religionen Christentum, Judentum und Islam. Dementsprechend interpretiert Triskilian Stücke der drei großen Kulturen und Religionen und transportiert dabei die Mystik und Lebendigkeit der frühen Musik in die heutige Zeit.
Am Samstag, den 10. Mai 2008 folgt dann um 19.00 Uhr im Schlosssaal des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte als besonderer Höhepunkt ein Konzert der Capella Antiqua Bambergensis. Unter dem Titel "Musik für Kaiser und Könige: Eine musikalische Reise ins Mittelalter" lädt das bekannte Ensemble in die Zeit Kaiser Friedrichs II. ein. Die Capella Antiqua Bambergensis, die bereits bei vielen großen Mittelalter-Ausstellungen, wie "Kaiser Heinrich II." 2002 in Bamberg, "Edel und Frei" 2004 in Forchheim, "Heiliges Römisches Reich" 2006 in Magdeburg oder "Elisabeth von Thüringen" 2007 auf der Wartburg, das Rahmenprogramm gestaltete, lässt auf ihren Konzerten über 80 mittelalterliche Instrumente erklingen.
Dazu zählen Sackpfeifen, Platerspiele, arabische Lauten, Drehleiern, Krummhörner, Psalter, Flöten verschiedenster Größe, ein historisches Glockenspiel, Harfen, Pommern, Fideln, Tambor de Bombo, Schalmeien, Cistern, Gemshörner, Cymbeln, Darbouka, Doumbek, Tar und viele andere mehr. Dabei wird sowohl auf größtmögliche Authentizität der Instrumente Wert gelegt, die zu einem guten Teil aus der Werkstatt des Capella-Mitglieds und Instrumentenbaumeisters Andreas Spindler stammen, als auch auf ein ausgewogenes und originalgetreues Klangbild, weswegen alle Instrumente ausschließlich unverstärkt erklingen. Als Quellen für diese Musik werden z.B. der Codex Manesse, das Cancionero de la Colombina, der Codex Montpellier, das Libre Vermell de Montserrat und das Notre Dame Organum herangezogen.
Die Stücke werden direkt aus den historischen Handschriften erarbeitet und in möglichst authentischer Weise arrangiert und instrumentiert. Zu jedem Stück wird eine Geschichte aus dem Leben der adligen Protagonisten erzählt, so dass sich für die Zuhörer das Tor in diese längst vergangene Epoche wieder öffnet. Es werden musikalische Werke dargeboten, die einst geschaffen wurden, um ausschließlich die adlige Gesellschaft bei Hofe zu unterhalten. 2008 in Oldenburg umrahmt diese Klangkunst die große Mittelalter-Ausstellung "Kaiser Friedrich II." und steht damit allen Besuchern gleichermaßen als Kunstgenuss zur Verfügung.
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CAB Artis Kulturmanagement
Thomas Spindler
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