(openPR) Arbeitest Du noch oder lebst Du schon?
Eine berufstätige Person verbringt inklusive aller berufsnahen Tätigkeiten (die dafür anfallenden Kosten kann man dann auch von der Steuer als „Werbungskosten“ absetzen) und abzüglich der Schlafphasen ungefähr die Hälfte seines Lebens in der Arbeit/ im Beruf / im Job.
(Und das soll demnächst sogar bis 70 Jahre gehen!)
Wenn wir nun Leben und Arbeit (Work) trennen, verbringen wir die Hälfte der wach verbrachten Zeit mit „Nicht-Leben“ bzw. mit Arbeit.
Tatsächlich scheint das für einige Menschen so zu sein und deshalb schleppen sich diese Menschen dann von Wochenende zu Wochenende bzw. von Urlaub zu Urlaub.
Auch bei einigen Unternehmern und Vorgesetzten in meinem bisherigen Umfeld fand ich das Phänomen der Trennung von Arbeit und Leben immer wieder. So scheint es einigen Chefs Angst zu machen, wenn den Mitarbeitern die Arbeit auch noch Freude bereitet. Einigen Selbständigen fällt es schwer für Leistungen nutzen-adäquate Preise zu verlangen, wenn die Erbringung Spaß macht oder Ihnen leicht fällt (siehe Künstler, soziale Berufe, etc.).
In der heutigen Zeit, da Arbeitsverträge ohnehin nicht mehr langfristig ausgelegt sind und Ausbildungen und Wissen nur noch eine geringe Halbwertszeit aufweisen, sehe ich für dieses Weltbild keine Grundlage mehr. Wenn wir schon gezwungen sind, uns immer rasanterem Wandel und Fortschritt anzupassen und „Lebenslanges Lernen“ proklamiert wird, warum suchen wir uns dann nicht ein Betätigungsfeld bei dem „Arbeit ein Teil des Lebens“ sein kann?
Frei nach dem abgewandelten Spruch eines erfolgreichen schwedischen Unternehmens:
„Arbeitest Du noch, oder lebst Du schon?“
Ich kenne Menschen die ihren Beruf bzw. ihre Berufung lieben und leben. Diese können das Konzept der „Work-Life-Balance“ nicht nachvollziehen und arbeiten oft 60 – 80 Stunden in der Woche ohne Stresssymptomen oder ähnlichem. Wenn uns eine Aufgabe/ Tätigkeit ausfüllt, können wir uns ein Leben ohne Arbeit nicht vorstellen. Natürlich gibt es auch bei jedem Hochs und Tiefs im Beruf, aber so ist das Leben und nicht nur der Job.
Der Mensch möchte etwas schaffen, einen gesellschaftlichen Beitrag leisten und zu einer Gemeinschaft gehören. Als bestes Beispiel hierfür dienen jene Menschen, die sogar ohne Entlohnung außergewöhnliches Engagement für eine Sache (Sport/ Kultur/ Soziales/ Politik etc.) an den Tag legen und oftmals mehr Energie investieren, als im Beruf.
In meiner langjährigen Arbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen habe ich immer wieder erleben dürfen, dass auch die vermeintlich faulen Vertreter unserer Spezies Bereiche finden, in denen Sie sich entfalten und unglaubliche Leistungen vollbringen können. Meistens fehlen nur etwas Anleitung und die Initialzündung. Oftmals ist es aber auch Angst, die uns davon abhält, das zu tun, was uns wirklich begeistert.
Falls Sie noch leben oder arbeiten machen Sie sich doch auf die Suche nach Ihrer Berufung!
Dann können sie auch während der Arbeit leben.











