(openPR) In Deutschland insgesamt ist der Konjunkturzenit überschritten. Auf immer noch hohem Niveau gehen die Bewertungen zur Umsatz- und Geschäftslage moderat zurück. Nicht so in Berlin. Die im Februar von Creditreform befragten Handwerksunternehmen in der Hauptstadt vergeben aktuell so gute Noten wie innerhalb der letzten zehn Jahre nicht.
47,0 Prozent der Handwerker beurteilen ihre momentane Geschäftslage mit sehr gut oder gut. Das entspricht einem deutlichen Anstieg von 13,4 Prozentpunkten. Gestiegen ist allerdings auch die Zahl der Betriebe, die ihrer Geschäftslage die Noten mangelhaft und ungenügend geben. Und zwar von 3,0 Prozent auf jetzt 13,7 Prozent.
Deutlichere Verbesserungen gab es bei den Aussagen zur Umsatzsituation: Konnten im vergangenen Jahr 30,7 Prozent der Berliner Handwerker auf gestie-gene Umsätze blicken, so sind es im Frühjahr 2008 schon 42,2 Prozent. Umsatzrückgänge mussten demgegenüber nur noch 18,6 Prozent verkraften. Im Vorjah-resvergleich waren es noch 22,8 Prozent.
Auch haben die Handwerker ihren Beitrag zum Arbeitslosenabbau geleistet: Ga-ben im vergangenen Jahr noch 30,7 Prozent der Unternehmen an, ihren Per-sonalbestand aufgestockt zu haben, so sind es aktuell schon 35,3 Prozent. Dagegen haben nur noch 13,7 Prozent ihre Personaldecke verkleinert, nachdem es im Frühjahr 2007 noch 12,0 Prozentpunkte mehr waren.
Zukunft: rosig
Nicht bloß die aktuellen Umsatzergebnisse zeugen von deutlichen Verbesserungen. Auch die Aussichten auf das kommende halbe Jahr sind von großer Zuversicht geprägt. So gehen 33,3 Prozent der Befragten davon aus, innerhalb des nächsten Halbjahres mehr Umsatz zu erwirtschaften. Das sind knapp zehn Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr (23,8 Prozent). Nur noch jedes zehnte Unternehmen (10,8 Prozent; Vorjahr 16,8 Prozent) befürchtet Umsatzeinbußen.
Selbst der Investitionswille ist ungebrochen: Gaben im Frühjahr 2007 noch 56,4 Prozent der Handwerksbetriebe in Berlin an, Investitionen tätigen zu wollen, so sind es aktuell 69,6 Prozent – ein deutlicher Zuwachs von 13,2 Prozentpunkten.
Dazu Hans-Ulrich Fitz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: “Der Optimismus der Berliner Handwerksunternehmen trotzt der Kreditkrise und der abflauenden Konjunktur. Bleibt zu hoffen, dass sich diese Entwicklung im zweiten Halbjahr fortsetzt, und das Handwerk auch weiterhin die Rolle des Zugpferdes der Wirtschaft in der Hauptstadt übernimmt.“








