(openPR) Der Brancheninformationsdienst VC-facts erfasste 2007 insgesamt 278 deutsche Venture Capital-Finan-zierungen mit einem Gesamtfinanzierungsvolumen von 1,041 Mrd. Euro. Das bedeutet ein durchschnittliches Beteiligungsvolumen von 3,74 Mio. Euro je Investment. Im Vergleich zu 2006 (223 Deals mit einem Gesamtfinanzierungsvolumen von 949,14 Mio. Euro) bedeutet dies eine erneute Steigerung gegenüber dem Vorjahr.
Wie bereits in den vergangenen drei Jahren entfiel auch 2007 der Löwenanteil des investierten Venture Capitals auf die Life Sciences-Branche. 438,65 Mio. Euro und damit 42,13 % des Gesamtinvestitionsvolumens erhielten Unternehmen aus dem Bereich Life Science. Dabei verteilte sich das Finanzierungsvolumen von 438,65 Mio. Euro auf 63 deutsche Unternehmen, womit durchschnittlich pro Unternehmen 7,72 Mio. Euro investiert wurden. Dieser Wert liegt damit deutlich über dem Mittelwert des Gesamtmarktes von 3,74 Mio. Euro.
Die Sektorenverteilung innerhalb der Life Sciences-Branche macht deutlich, dass auf das Segment ‚Therapie’ ca. 2/3 des gesamten Finanzierungsvolumens entfielen und die weiteren Segmente ‚Medizintechnik’, ‚Proteine, Enzyme’ und ‚Diagnostik’, jeweils um die 10 % des investierten Kapitals vereinnahmen konnten.
Alle weiteren Details zu den einzelnen 63 Life Sciences-Investments, wie z.B. die beteiligten Investoren, Beratungsunternehmen, Kontaktdaten, können Sie dem soeben erschienenen LIFE SCIENCES VENTURE CAPITAL-YEARBOOK 2007 entnehmen. Nähere Informationen unter www.vc-facts.de.
Trotz der weiterhin steigenden Anzahl an Investments und dem höheren Finanzierungsvolumen im Bereich Venture Capital, muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass in den letzten Jahren kaum neue ‚Player’ als Investoren aufgetreten sind und vorwiegend durch Business Angels und Privatinvestoren diese positive Entwicklung unterstützt wurde. Gerade im Bereich Life Sciences trifft dies, mit den beispielhaften Engagements der Milliardäre Dietmar Hopp und der Brüder Strüngmann, besonders zu. Ein weiterer Grund für diese Entwicklung liegt darin, dass immer noch viele Investoren nur auf dem heimischen Markt aktiv sind und Investments im Ausland eher selten sind.
Es wäre zu wünschen, dass auch in Deutschland zukünftig mehr ausländische Investoren sich im Bereich Venture Capital engagieren und sich die bereits zu beobachtende positive Entwicklung bei Private Equity-Transaktionen, bei denen bereits eine Vielzahl von etablierten ausländischen Beteiligungsgesellschaften aktiv sind, auch auf Early Stage-Finanzierungen überträgt.










