(openPR) Bereits im vierten Jahr schließt sich das „Hotel Miramar“ in Tönning dem Schwerpunkt des Schleswig-Holsteiner Kultursommers an. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr Russland. Anders als in den Vorjahren wird diesmal jedoch das gesamte Ausstellungsjahr – und nicht nur die Sommerausstellung - unter dem Motto „Russland“ stehen. Vier Ausstellungen sind geplant – und nicht nur das: Konzerte, Lesungen und ein buntes Rahmenprogramm, zu dem auch kulinarische Ausflüge in die russische Küche gehören, runden das Kulturprogramm ab. Denn es gibt noch ein weiteres Ereignis zu feiern: das „Hotel Miramar“ begeht sein 10jähriges Jubiläum.
Den Anfang macht die St. Petersburger Künstlerin Ekaterina Eshkova (ab 22. März). Die mehrfach ausgezeichnete Künstlerin, die heute in Kiel lebt, ist eine Wanderin zwischen den Kulturen. Im Mittelpunkt ihres Werkes steht oft die menschliche Gestalt, aber auch schlichte Alltagsdinge. Sie zeigt, was andere übersehen oder das, was längst vergessen ist, so zum Beispiel in den umgesetzten Erinnerungen ihres Großvaters aus den 1960er Jahren.
Am 10. Mai startet die Ausstellung des Russen Igor Rutter, der u.a. an der Leningrader Kunsthochschule studiert hat und bereits seit den 1970er Jahren regelmäßig ausstellt. Mit seinen Bildern erzählt er immer auch Geschichten; man spürt seine Liebe für das Volkstümliche seines Landes: hier wird zugleich das alte, wie auch das neue Russland porträtiert. Man fühlt sich erinnert an die großen Erzähler seiner Heimat wie Tolstoi oder Dostojewski; was sie mit Worten schafften, setzt Rutter in eindrucksvolle Bilder um.
Während der Sommerwochen, parallel zum Schleswig-Holstein-Musikfestival, ist eine Ausstellung mit Illustrationen von Gisela Mott-Dreizler von der „Quetsche“ in Witzwort geplant. Die Malerin und Grafikerin, die Literatur und Kunst zu einem Gewebe verknüpft, das gleichermaßen Intellekt und Auge anspricht, hat Texte von drei russischen Autoren illustriert: Nikolai Gogols „Schreckliche Rache“, Iwan Turgenjews „Phantome“ sowie die „Mär vom Pfaffen und Töffel, seinem Arbeitsmann“ von Alexander Puschkin. Angedacht ist, die Ausstellung mit einer Lesung aus diesen Werken zu unterstreichen.
Den Abschluss bilden dann im Herbst die Arbeiten der jungen Künstlerin Anna Eisermann, die Absolventin der Muthesius-Hochschule in Kiel ist. Sie stammt von der Schwarzmeer-Halbinsel Krim. Anna Eisermann ist nach eigenen Aussagen bekennende Realistin; ihre Motive bannt sie mit unbestechlichem Blick auf die Leinwand. Die stille Dramatik ihrer Bilder ist es, die den Betrachter fasziniert.













