(openPR) Aufgrund der erfolgten Erweiterung der Europäischen Union und Migrationsströmungen im Rahmen der Globalisierung leben Menschen unterschiedlicher Religionen, Kultur und Nationalität in Europa zusammen. Deswegen gewinnen die Entwicklung interkultureller Kompetenzen und die Förderung des interkulturellen Dialogs zunehmend an Bedeutung.
Eurobarometer-Umfrage zeigt Handlungsbedarf
Die EU-Kommission hat vor diesem Hintergrund das Jahr 2008 zum "Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs" erklärt. Denn der interkulturelle Dialog respektiere und fördere das Zusammenleben und die Bildung eines gemeinsamen Bewusstseins, so die EU. Vor der aktuellen Umfrage der EU-Komission scheint ein solcher Schritt auch nötig, da noch immer fast ein Viertel aller EU Bürger Menschen aus anderen Kulturen sehr kritisch gegenübersteht. EU-Kommissar Ján Figel hofft deswegen auf die identitätsstiftende Wirkung des interkulturellen Dialogs: „Der Dialog zwischen den Kulturen ist unverzichtbar, wenn sich die europäischen Völker und ihrer verschiedenen Kulturen annähern sollen."
Zahlreiche Projekte — auch in Deutschland
Mit 10 Millionen Euro fördert die EU in allen Mitgliedstaaten vielfältige Projekte. Besonders in den Bereichen Kultur, Bildung, Jugend, Sport sowie Unionsbürgerschaft wurden viele Projektvorschläge genehmigt. Informations- und Werbekampagnen sollen die Projekte begleiten und abrunden. In Deutschland ist das Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für die Aktionen zuständig. Die Eröffnungsfeier findet im Februar 2008 in Kooperation mit der Nationalen Agentur „Bildung für Europa“ in Berlin statt. Außerdem wird es im Herbst eine Festwoche in Potsdam geben. Beteiligt an den Projekten sind u.a. der deutsche Volkshochschulverband, die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg sowie der interkulturelle Rat .




