(openPR) Gesellschaftliche Veränderungen machen ein Umdenken in der Personal- und Unternehmensführung notwendig. Unsere Gesellschaft erlebt zurzeit den Übergang von einer Industrie- zu einer Wissensgesellschaft. Für Unternehmen bringt dies die Herausforderung mit sich, die Chancen neuer technologischer Entwicklungen optimal zu nutzen und gleichzeitig die Innovationsfähigkeit ihrer Organisation ständig zu steigern.
In der Praxis bedeutet dies vor allem:
- Arbeitsprozesse zu flexibilisieren
- Produktionsabläufe durch technologische Innovation zu optimieren
- die Eigenverantwortung und Selbstregulation in der Organisation zu stärken und
- eine kunden- und serviceorientierte Unternehmenskultur zu etablieren.
Wie steht es um die Mitarbeiter in solchen Unternehmen?
Eine steigende Zahl von Mitarbeitern, besonders jüngere Führungskräfte, betrachten ihren Arbeits- und Lebensalltag inzwischen aus unterschiedlichen Perspektiven. Einerseits kennen sie die betrieblichen und wirtschaftlichen Anforderungen, die heute an ihr Unternehmen und damit auch an sie selbst gestellt werden. Andererseits wächst in vielen der Wunsch einer stärkeren Berücksichtigung ihres Privat- und Familienlebens.
Das Karriereverständnis in unserer Gesellschaft verändert sich. Dominierten in der Vergangenheit noch hierarchischer Aufstieg, Entscheidungsgewalt und Statussymbole, so weicht dies mehr und mehr einer Zunahme an Verantwortung, projektorientiertem Arbeiten, der persönlichen Weiterentwicklung und einer stärkeren Berücksichtigung der individuellen Work-Life-Balance.
Abhängig von der innerbetrieblichen Ausrichtung des Unternehmens bietet dieses Spannungsfeld Risiken oder Chancen für das Unternehmen und die beteiligten Mitarbeiter.
Es gilt, die sich verändernden Anforderungen an das Unternehmen mit denen der Mitarbeiter in Einklang zu bringen, um dadurch eine Win-Win-Situation zu erzeugen.
Was ist der Nutzen für das Unternehmen?
Bei optimalem Management einer solchen „Gesunden Führung“ sind Arbeit und Privatleben nicht länger konkurrierende Lebensbereiche. Im Gegenteil, sie ergänzen sich, und das Ergebnis zeigt sich in gestärkter Loyalität und Motivation der Mitarbeiter. Es trägt zu mehr Verantwortungsbewusstsein und einer besseren Kommunikation im Team bei, was sich letztlich auch in einer Effizienzsteigerung spiegelt.
Wie lässt sich ein solch ganzheitlicher Ansatz im Unternehmen realisieren?
Hier einige mögliche Ansatzpunkte.
- Die Karrieremodelle im Unternehmen sollten flexibel und offen gestaltet sein, um die Stärken und Schwächen einzelner Mitarbeiter berücksichtigen zu können, und dabei gleichzeitig den Anforderungen des Unternehmens gerecht zu werden.
- Einzelne Karriereschritte werden mit optionalen Entwicklungsmaßnahmen wie Training, Mentoring oder Coaching verbunden, und dadurch vorbereitet und nachhaltig gefestigt.
- Fördern Sie eine offene Teamkultur, die auf Dialog basiert, um so die betrieblichen Ziele mit den individuellen Zielen der Mitarbeiter in Einklang zu bringen. Dazu eignen sich u. a. Mitarbeitergespräche, die Arbeit mit Zielvereinbarungen und moderierte Führungsgespräche.
- Stärken Sie die Ergebnisorientierung im Team mit Hilfe von flexibel und individuell gestalteten Arbeitsprozessen.
Und ganz wichtig, wenn Sie selbst als Führungskraft agieren.
Reflektieren auch Sie ihren eigenen Umgang mit der Arbeitszeit und Ihren beruflichen Zielen in Bezug auf Ihre weiteren Lebensbereiche. Stehen Sie zu Ihrem Privatleben, machen sie es zum Thema und leben Sie es vor.









