(openPR) Anlässlich der Auftaktveranstaltung der Nachwuchskampagne „Nur Mut - Kein Durchschnittsjob: ChirurgIn“ (chirurg-werden.de) vom Berufsverband der Deutschen Chirurgen (BDC) erklärt Dr. Gunda Leschber, Chefärztin an der Evangelischen Lungenklinik Berlin (ELK) und BDC-Präsidiumsmitglied:
„Heute sind bereits mehr als 60 Prozent der Medizinstudenten Frauen. Das ist unsere Chance, den Anteil weiblicher Chirurginnen in den nächsten Jahren zu steigen. Neben einem gut organisiertem Arbeitsumfeld und befriedigendem Arbeitsklima ist vor allem die Vorbildwirkung und das Engagement des Einzelnen wichtig, Begeisterung für das Fachgebiet Chirurgie zu wecken. Für junge Frauen sind weibliche Vorbilder wichtig. Noch sind nur 1,3 Prozent der Chefarztstellen in der Chirurgie in Deutschland mit Frauen besetzt", sagt Dr. Leschber. Eine aktuelle Studie* zeige, dass zwei Drittel der Chirurginnen in Österreich Berufstätigkeit und Privatleben gut miteinander vereinbaren können und auch die körperlichen Belastungen nicht zu stark werden. „Nicht immer braucht man Muskelkraft und Frauen stehen in keiner Hinsicht ihren männlichen Kollegen weder im Operationssaal noch bei der übrigen chirurgischen Tätigkeit nach“, sagt Dr. Gunda Leschber.
Laut BDC entscheiden sich immer weniger junge Mediziner dafür, Chirurg zu werden. Bereits mittelfristig droht der Deutschen Chirurgie ein Mangel an qualifizierten Operateuren. Neben der langen Weiterbildung scheinen die Ursachen auch in der hierarchischen Berufsstruktur und der hohen Arbeitsbelastung zu liegen. Deshalb hat der Berufsverband der Deutschen Chirurgen (BDC) eine bundesweite Kampagne zur gezielten Ansprache von Medizinstudenten ins Leben gerufen. ‚Nur Mut!’ soll potentiellen Nachwuchs nicht nur realitätsnah über das Berufsbild Chirurg informieren, sondern auch die faszinierenden Seiten der schneidenden Zunft transportieren.
Dr. Gunda Leschber wurde im Mai 2007 als Vertreterin der Deutschen Chirurginnen ins Präsidium des Berufsverbandes der Deutschen Chirurgen gewählt. Die größte europäische Chirurgenorganisation vertritt mehr als 15.000 Mitglieder, davon 2.363 Frauen. Dr. Leschber selbst war die erste Chefärztin einer Thoraxchirurgischen Klinik in Deutschland. Im Juni 2003 wurde die Fachärztin für Chirurgie von der ELK berufen. Zu ihrem Spezialgebiet gehören die VATS-Lobektomie/-Dekortikation und die Video-Mediastinoskopie. Ihr Engagement für die Nachwuchsförderung von Frauen in der Chirurgie ist nicht neu. Schon im Oktober 2006 gründete sie gemeinsam mit 15 Ärztinnen aus thoraxchirurgischen Kliniken die Sektion "Frauen in Thoraxchirurgie" (FIT) der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT).
Pressemappe zur Kampagne: www.bdc.de
Fotodownload zum kostenfreien Druck: www.tbz.info/public_images
Kontakt:
Evangelische Lungenklinik Berlin
Thoraxchirurgische Klinik
Dr. Gunda Leschber
Lindenberger Weg 27, Haus 205 in 13125 Berlin (Buch)
Tel (030) 94 802-102, Email
*Studie von Adelheid End und Hildegunde Piza-Katzer zur Berufssituation von Chirurginnen in Österreich - Institut für Empirische Sozialforschung (IFES), Österreichische Gesellschaft für Chirurgie (ÖGC)












