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Darmstädter Computer Graphik Abend 2007

20.12.200710:23 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD zeichnete am 6. Dezember 2007 zusammen mit der INI-GraphicsNet-Stiftung Forscherinnen und Forscher für ihre wissenschaftliche Arbeit im Bereich der Computer Graphik aus. Die Veranstalter vergaben Ehrungen in den vier Kategorien "Patente", "Best Thesis","Graduations" und "Best Paper". Sie danken damit den Preisträgern für ihre Leistungen und spornen sie an, ihren Weg weiterzugehen.



Bereits zum neunten Mal bot der Computer Graphik Abend in Darmstadt einen Einblick in die wissenschaftliche Arbeit der Informatik und in den Teilbereich der noch recht jungen Wissenschaft, welche der Veranstaltung ihren Namen gab. Die Computer Graphik bietet eine große Bandbreite an Forschungs- und Anwendungsmöglichkeiten.

Forscherinnen und Forscher aus dem Fraunhofer IGD und deren Kooperationspartner meldeten im vergangenen Jahr wieder eine Reihe von Patenten an. Wie bereits im Vorjahr gehört Ali-Asghar Nazari Shirehjini zu den Preisträgern in der Kategorie "Patent Award". Seine "Steuerung einer steuerbaren Einrichtung" ist eine Erweiterung für das Assistenzsystem Personal Environment Controller PeCO. Das System basiert auf einer 3-D-Visualisierung der Umgebung und ermöglicht es, komplexe Infrastrukturen intuitiv zu bedienen. "Wir kennen alle das Problem, für jedes Gerät eine Fernbedienung zu haben. Diese Lösung ermöglicht es, diese Menge zu kontrollieren und zu steuern", veranschaulichte der Institutsleiter des Fraunhofer IGD, Professor Dieter W. Fellner, die Entwicklung. Georgios Sakas, Mitarbeiter am Fraunhofer IGD, Stefan Wesarg, inzwischen Mitarbeiter der TU Darmstadt, Bernd Schwald vom Zentrum für Graphische Datenverabeitung e.V. realisierten in Zusammenarbeit mit Werner Rösch von der Gesellschaft für Medizintechnik mbH das zweite ausgezeichnete Patent. Der "Semitransparente Bildschirm für AR-Anwendungen" ist ein Lösungsansatz, um medizinische Instrumente während einer Operation, beispielsweise einer Biopsie, effizienter steuern zu können.

In der Kategorie "Graduation" ehrte Professor Fellner eine Reihe erfolgreich abgeschlossener Promotionen aus den vergangenen zwölf Monaten. Die Dissertationen reichten von der Geometrischen Algebra über das Digital Storytelling, dem Wissensmanagement und Ambient Intelligence bis hin zur Medizinischen Informationstechnik. Stefan Wesarg, der in dieser Kategorie eine weitere Auszeichnung erhielt, kommentierte seine Arbeit im Bereich der Visualisierung für klinische Anwendungen: "Eines der wesentlichen Ziele für mich war es, eine für den klinischen Alltag möglichst benutzerfreundliche Anwendung zu entwickeln." Damit unterstrich er, wie bedeutend die Computer Graphik für die Praxis ist.

Das Gleiche trifft für die Arbeiten der Nachwuchswissenschaftler zu. Mit der Ehrung "Best Thesis" motivieren die Initiatoren die Studierenden, bereits in ihrer jungen Wissenschaftskarriere neue und relevante Erkenntnissen zu erzielen. Den Preis in dieser Kategorie gewann Bastian Linneweber mit seiner Diplomarbeit über die "Gekoppelte Simulation von Kleidung und Deformation am virtuellen Menschen". Das Jurymitglied Dietmar Hildenbrand bestätigte diesen Erfolg mit den Worten: "Die Ergebnisse dieser Diplomarbeit sind schon heute relevant für die Arbeit in der Bekleidungsindustrie."

In der Kategorie "Best Paper Award" wählte eine unabhängige Jury drei Gewinner aus über 170 wissenschaftlichen Veröffentlichungen des vergangenen Jahres. Den ersten Preis in der Unterkategorie "Research" überreichte Professor Markus Groß von der ETH Zürich und Vorsitzender der Jury an Gabriele Bleser, Harald Wuest und Didier Stricker vom Fraunhofer IGD mit ihrer Arbeit über ein stabiles Real-Time-Tracking in einem Augmented Reality-System. Den zweiten Preis erhielten Christian Peters vom Fraunhofer IGD Rostock und Antje Herbon von der Humboldt Universität Berlin für ihre Studie, menschliche Emotionen so zu erfassen und zu kategorisieren, dass sie für die adaptive Mensch-Maschine-Interaktion genutzt werden können. Mit ihrem neuartigem Ansatz, Graphikprozessoren für das Multiple Sequenz Alignment (MSA) einzusetzen, ließen Wei Guo Liu, Bertil Schmidt, Gerrit Voss und Wolfgang Müller-Wittig vom Centre for Advanced Media Technology CAMTech aus Singapur die Konkurrenz in der Unterkategorie "Systems" hinter sich.

Zum Abschluss der Festveranstaltung zeichnete Reiner Kunz von der ColdQuanta Inc. seinen "Weg danach". Der ehemalige Darmstädter Student ließ die Zuhörer in sein abwechslungsreiches Leben einblicken. Er erzählte von seinen wertvollen Erfahrungen und darüber, was er durch kreatives Denken und Handeln für sich alles ermöglichte. Das konnten die anwesenden Studierenden von dem heute in den USA Lebenden als kleinen Wink verstehen: Der Weg zu den eigenen Zielen muss nicht immer geradlinig verlaufen. Es sei vielmehr wichtig, immer an diese zu glauben.

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