(openPR) Nach wie vor nimmt der Anteil der Übergewichtigen in unserer Bevölkerung weiter zu und es ist daher nicht verwunderlich, dass dies zu einer Fülle von Angeboten zur Gewichtsreduktion geführt hat. Allerdings sind jedoch nur wenige dieser Angebote zuverlässig erfolgreich, ebenso sind nur wenige evaluiert und erfüllen die Kriterien eines kontinuierlichen Qualitätsmanagements.
Seriöse Programme und Strategien zur Gewichtsabnahme müssen sich an den Leitlinien zur Therapie und Prävention der Adipositas der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG) und an ihren Erfolgs- und Qualitätskriterien messen lassen. So ist neben der Gewichtssenkung immer auch eine Verbesserung der Risikofaktoren, eine Verbesserung des Gesundheitsverhaltens (Bewegung, Ernährung) sowie eine Verbesserung der Lebensqualität (QoL) zu fordern. Um dies zu erreichen, werden anspruchsvolle Programme in der Regel von interdisziplinären Teams aus Ärzten mit ernährungsmedizinischer Zusatzausbildung, Psychologen und Pädagogen mit Gruppenerfahrung sowie Bewegungs- und Ernährungsexperten über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten begleitet.
In einer Übersicht mit dem Titel: Sportmedizinische Programme zur Prävention und Therapie der Adipositas(Berg A. Predel G. AdipositasSpektrum (2007) 5; 16-19) wurden solche Programme vorgestellt und bewertet. In solchen Programmen können immerhin mehr als die Hälfte der Abnehmwilligen nach 12 Monaten kontrollierter Teilnahme eine Gewichtsreduktion von 5% und mehr des Ausgangsgewichts erreichen.
Über den Erfolg einer späteren und langfristigen Gewichtsabnahme entscheidet im nicht unerheblichen Maße der Gewichtsverlust in den ersten Wochen. Eine initiale Gewichtsabnahme steigert nicht nur die Bereitschaft, in einem begonnenen Programm weiter mitzumachen, sondern spiegelt neben der psychologischen Machbarkeit auch die biologische Wirksamkeit der gewählten therapeutischen Maßnahme unter den vorliegenden, individuellen Gegebenheiten wider. Nachweislich wird die initiale Gewichtsabnahme und die metabolische Anpassung an die Lebensstilumstellung durch den Austausch herkömmlicher Mahlzeiten durch einen kalorienreduzierten Mahlzeitenersatz verbessert.
In der Dezemberausgabe von AdipositasSpektrum berichten Aloys Berg und Ulrike Landmann vom Universitätsklinikum Freiburg über Klinische Erfahrungen zum Einsatz von kalorienreduzierten Mahlzeitenersatz zur Gewichtsreduktion. Die dabei erzielten Ergebnisse rechtfertigen die Anwendung des dabei verwendeten Produktes in der Intervention von Übergewicht und Adipositas aus klinischer und medizinischer Sicht. Auch für den Einsatz in standardisierten Interventionsprogrammen kann der kalorienreduzierte Mahlzeitenersatz empfohlen werden.










