(openPR) Das Netzwerk für integrierte Systeme in der Telemedizin veranstaltete eine branchenübergreifende Tagung zur Telemedizin und regte den intensiven fachlichen Austausch mit bestehenden Telemedizin-Kooperationen an.
Berlin, 18.12.07 - Am 17. Dezember fand die NEST - Jahrestagung: „Synergiepotenziale der Telemedizin“ im Vivantes Klinikum im Friedrichshain, Berlin statt. Das Netzwerk NEST veranstaltete diese Tagung in Kooperation mit der TimeKontor AG, den Netzwerken B•Trust, Serious Games Berlin und TSB FAV um gemeinsam mit anderen Netzwerken über zukünftige Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Telemedizin zu diskutieren und um neue Projekte zu initiieren. Besonderer Gast der Veranstaltung war Dr. Igor Shilkin vom Allrussischen Center für Katastrophenmedizin, Moskau.
Dr. Shilkin besucht das Netzwerk NEST und macht sich in den nächsten Tagen ein Bild von den Telemedizinprojekten und Aktivitäten bei NEST. Nach der Begrüßung durch Ywes Israel, Netzwerkmanager von NEST, präsentierte Prof. Dr. Martin Kuhlmann, Direktor der Klinik für Innere Medizin und Nephrologie am Vivantes Klinikum, die Telemedizinpotenziale in den Bereichen Nephrologie und Diabetes. Im Anschluss stellte Thomas Leitert, Netzwerkmanager von Serious Games Berlin die Technologien aus dem Bereich Games vor und zeigte verschiedene Anwendungsbereiche für den Gesundheitsmarkt auf, wie zum Beispiel Bewegungstrainer, OP Simulationen und Gedächtnistrainer. Der Vortrag von Prof. Dr. Frank Tost, Universität Greifswald und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des CATMV, regte viele interessierte Fragen zur Etablierung des Teleaugendienstes in Mecklenburg Vorpommern an.
Der Teleaugendienst ermöglicht eine Fernbetreuung von Glaukompatienten, die mit Hilfe eines Gerätes ihren Augeninnendruck selbst messen und die Messergebnisse an den betreuenden Augenarzt versenden. Aus Blutdruck und Augeninnendruck wird automatisch der "Durchströmungsdruck" vom Auge berechnet. Gerade die Durchblutungswerte des Auges sind für die Behandlung eines Glaukoms relevant. Thomas Meißner vom TSB FAV berichtete im Anschluss über das Synergiepotenzial des Bereichs Verkehr zur Telemedizin und identifizierte die Telematik als naheliegenden Kooperationsbereich. Thomas Meißner ging insbesondere auf das Telecare System (TCS) ein, das die Betreuung von plötzlich erkrankten Fluggästen durch die Flugbegleiter ermöglicht. Dabei wird automatisch eine Verbindung zum Callcenter der Charité hergestellt, in dem fachkundige Ärzte die Flugbegleiter anleiten. In der folgenden Diskussion lud Thomas Meißner die Teilnehmer zu einem Fachaustausch zu Anwendungsszenarien für Telemedizin im Flughafen Berlin Brandenburg International ein. Dr. Thomas Helms, Vorstand der Deutschen Stiftung für chronisch Herzkranke, präsentierte das Telemedizinprojekt für Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz ab dem Stadium NYHA II. Dabei werden Kranke über einen Zeitraum von 27 Monaten intensiv telemedizinisch betreut und im Umgang mit der Krankheit geschult. Damit soll eine Stabilisierung in niedrigen NYHA Stufen erreicht werden. Das Programm wird in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse angeboten. Die Vortragsreihe wurde von Thomas Leitert, Netzwerkmanager von B•Trust, abgeschlossen, er wies insbesondere auf die Sicherheitsaspekte von IT Anwendungen im Gesundheitswesen hin.
Dr. Peter Hufnagl, Leiter des Telemedizincentrums der Charité und Netzwerksprecher von NEST moderierte die Veranstaltung. Die Jahrestagung wurde von der TSB GmbH Berlin unterstützt.
Die Teilnehmer und Referenten waren sich einig darin, dass ein branchenübergreifender Austausch zu Telemedizin sehr sinnvoll ist und ähnliche Veranstaltungen im nächsten Jahr erneut stattfinden sollten.











